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Weniger Scheidungen: Ehen in Deutschland halten immer länger

Deutschland bindet sich - erst die Ehe für alle, jetzt diese Nachricht: Die Ehen halten länger und die Zahl der Scheidungen sinkt. Dieser Trend hat sich in Deutschland auch 2016 fortgesetzt.

Menschen in Deutschland heiraten später und sind dann länger glücklich

Menschen in Deutschland heiraten später und sind dann länger glücklich

In Deutschland halten die Ehen länger als noch vor 25 Jahren und die Zahl der Scheidungen sinkt weiter. Im Jahr 2016 wurden 162.397 Ehen geschieden und damit knapp tausend weniger als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Knapp mehr als die Hälfte (51,3 Prozent) der Scheidungsanträge kamen von Frauen. Gut die Hälfte der Paare (50,5 Prozent) hatte minderjährige Kinder.

In 40,9 Prozent der Fälle beantragten die Männer die Scheidung, in den übrigen Fällen wurde der Antrag gemeinsam gestellt. Von der Scheidung ihrer Eltern waren im vergangenen Jahr knapp 132.000 Kinder unter 18 Jahren betroffen.

Jede sechste Scheidung erst nach 25 Jahren

Die Ehen werden heute deutlich später geschieden als noch Anfang der Neunziger. Im Durchschnitt wurden sie im Jahr 2016 nach 15 Jahren geschieden, jede sechste Scheidung (15,6 Prozent) erfolgte sogar erst nach mehr als 25 gemeinsamen Jahren. Im Jahr 1991 waren Ehen nach durchschnittlich elf Jahren und neun Monaten geschieden worden. Nur jede elfte Ehe (gut neun Prozent) wurde damals nach mehr als 25 Jahren beendet.


Auch das Durchschnittsalter der Geschiedenen ist heute höher. Im Jahr 2016 waren Männer bei einer Scheidung im Durchschnitt 46 Jahre und sieben Monate alt, Frauen 43 Jahre und sieben Monate. Dagegen hatte das Durchschnittsalter im Jahr 1991 bei Männern noch bei 39 Jahren und bei Frauen bei gut 36 Jahren gelegen. Die Statistikbehörde verwies aber darauf, dass die Menschen früher bei ihrer Hochzeit auch jünger gewesen seien.

jen/AFP
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