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London: Krankenhaus schickt Frau in den Wehen weg - ihr Sohn kommt auf offener Straße zu Welt

Vor einem Jahr hat Lizzie Hines ihren Sohn auf dem Bürgersteig der Tottenham Court Road direkt vor einem Strip-Club zur Welt gebracht. Das Krankenhaus hatte sie mit Wehen wieder nach Hause geschickt. Nun sucht sie auf Facebook einen Helfer von damals.

Krankenhaus in London schickt Frau in den Wehen weg - ihr Sohn kommt auf offener Straße zu Welt

"Ich erinnere mich noch genau, wie ich auf dem Boden lag", schreibt Lizzie Hines auf Facebook

Es war früh am Morgen, als sich ihr Sohn Louis mit Wehen ankündigte. Lizzie Hines und ihr Mann beschlossen ins Krankenhaus zu fahren. Der Nachrichtenseite "Buzzfieed" erzählt sie, im Krankenhaus sei ihr gesagt worden, sie solle in sechs Stunden zurückkommen. Sie ahnte schon, dass die Geburt viel schneller gehen würde, daher mietete ihr Mann ein Hotel in der Nähe des Krankenhauses. Doch Louis hatte es noch eiliger. "Wir waren nur eine halbe Stunde im Hotel, als wir uns schon wieder auf den Weg ins Krankenhaus machten. Aber wir haben es nicht mehr rechtzeitig geschafft."

"Ich erinnere mich noch genau, wie ich auf dem Boden lag", schreibt sie auf Facebook.


Um sie herum habe sich eine Menschentraube auf frühmorgendlichen Berufspendlern gebildet. Sie erinnere sich noch an all die Knöchel der Menschen, an das ungläubige Gesicht ihres Mannes, schreibt sie auf Facebook. "Ich weiß noch, wie ich allen versucht habe zu erklären, dass er gerade in meine Schlafanzughose geboren worden war. "Er ist da", habe ich gerufen." Es sei eine sehr merkwürdige Situation gewesen.

Schal-Eigentümer gesucht

Wie sie danach wieder aufgestanden sei, die Gratulationen all der fremden Menschen, die von einem "Weihnachtswunder" sprachen – an all das kann sich Lizzie Hines nicht mehr erinnern. Irgendjemand habe ihr einen Rollstuhl besorgt. Ein Mann, den sie zunächst für einen Betrunkenen hielt, entpuppte sich als Arzt, der gerade keinen Dienst hatte. Er untersuchte Louis und erklärte ihn für gesund.

Ein Mann habe ihr seinen Schal gegeben, in den sie ihren kleinen Sohn einwickeln konnte. Und genau diesen Menschen sucht sie jetzt über Facebook, um ihm seinen Schal zurückzugeben. Louis würde sich noch heute gern in ihn hineinkuscheln. "An den Menschen, der seinen Schal an einem kalten Tag einer Fremde gab und ihn um mein süßes Baby Louis wickelte – ich frage mich, ob ich dich finden kann?", schreibt sie.

Krankenhaus in London entschuldigt sich

In ihrem Post kritisiert Hines, wie Frauen in den Wehen behandelt würden und glaubt, dass sich in diesem Bereich grundsätzlich etwas ändern muss. "Louis war zum Glück kerngesund und es war eine berauschende und wunderschöne Geburt." Kommende Woche feiert der Junge seinen ersten Geburtstag.

Das Krankenhaus habe sich bei der jungen Mutter inzwischen entschuldigt, berichtet "Buzzfeed".

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tyr
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