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Absurde Entscheidung: Mutter darf ihr Baby nicht mit ins Kino nehmen – weil der Film erst ab 15 ist

Eine junge Frau in England wollte im Kino eine Vorpremiere für den Film "A Star is Born" sehen. Doch sie durfte nicht – weil sie ihr Baby dabei hatte. Und der Film war erst ab 15 Jahren freigegeben ...

Eine junge Mutter mit Baby auf dem Arm

Eine Mutter in England durfte ihr Baby nicht mit ins Kino nehmen

Picture Alliance

Das konnte sie nicht verstehen: Eine Mutter aus Shewsbury in England wollte zusammen mit ihrer Schwester im örtlichen Kino eine Vorpremiere des Lady-Gaga-Films "A Star is Born" sehen. Mit dabei hatte sie ihr vier Wochen altes Baby, mit dem sie auch vorher schon einmal im Kino war. Offenbar hatte die kleine Rosie diese Ausflüge bisher friedlich durchgeschlafen. Doch dieses Mal war für die Frau an der Kinokasse Schluss – die Mitarbeiter der Kette "Cinestar" ließen sie nicht rein.

Nicht etwa, weil die Kinolautstärke vielleicht ein Problem für die kleinen Babyohren wäre. Auch nicht, weil die Babylautstärke, falls es doch mal Lust zu weinen bekäme, für die anderen Zuschauer störend sein könnte. Sondern – weil der vier Wochen alte Säugling eben noch nicht fünfzehn Jahre alt war und der Film damit nicht geeignet sei für das Baby.

Baby schläft 18 Stunden pro Tag

"Ich verstehe, dass es Regeln und Vorgaben gibt, aber sie schläft 18 Stunden am Tag", kommentiert Rosies Mutter die Strenge der Kino-Mitarbeiter. "Wir dachten, sie machen Witze. Aber nein, sie sagten uns, dass wir wirklich nicht rein dürfen."

Aber kann ein Film, egal welcher Art, sich tatsächlich irgendwie negativ auf ein Baby auswirken, das außer unscharfen Formen in unmittelbarer Nähe überhaupt noch nichts erkennen kann? "Sie wüsste doch gar nicht, worum es geht", glaubt Rosies Mutter, noch immer verwundert. Doch ihre Argumentation konnte das "Cinestar"-Personal nicht erweichen.

Die Angestellten hätten "im Einklang mit den Gesetzen zur Altersfreigabe" gehandelt, nimmt die Kinokette ihre Mitarbeiter gegenüber der BBC in Schutz. Die Regeln des "British Board of Film Classification" wären für alle Besucher gültig – auch für Babys. "Es tut uns sehr leid, dass die Kundin enttäuscht wurde, aber dies ist ein unumgängliches Gesetz, an das sich die 'Cineworld'-Mitarbeiter halten müssen", so der Konzern.

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wt
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