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Bundeskunsthalle: Ohne Fahrradhelm auf den Spielplatz? Diese Ausstellung ist der Horror für alle Helikopter-Eltern

Früher war alles besser? Bei den deutschen Spielplätzen scheint das zumindest zuzutreffen. Überall Helikopter-Eltern, die ihren Kindern beim Spielen Helme aufsetzen. Die Ausstellung "The Playground Project" widmet sich der Geschichte des Spielplatzes.

Spielplatz-Ausstellung in der Bundeskunsthalle

Die ersten Spielplätze waren Schutzräume, die Kinder vor den Gefahren der industrialisierten Großstadt bewahren sollten

DPA

Der neueste Trend auf Deutschlands Spielplätzen: Sicherheitsbewusste Eltern lassen ihren Nachwuchs nur mit Fahrradhelm auf die Schaukel oder ins Kletternetz. Dabei raten Experten dringend davon ab, weil der Helm hängen bleiben und das Kind im schlimmsten Fall strangulieren kann. Davon abgesehen, könnte man übervorsichtigen Eltern den Rat geben: Besucht die Bundeskunsthalle!

In dem Bonner Museum gibt es bis zum 28. Oktober auf großen Fotos Dinge zu sehen, die sie überraschen dürften: Kinder und Jugendliche erklimmen an Seilen einen selbst zusammengezimmerten haushohen Turm. Sie schmoren Stöcke in einem offenen Feuer. Sie heben Gänge aus. Ohne Aufsicht! Vor ein paar Jahrzehnten ging das noch alles. Die Ausstellung dokumentiert die Geschichte des Spielplatzes, in der sich immer auch Politik und Gesellschaft spiegeln.

Spielplatz-Ausstellung in der Bundeskunsthalle

Verschiedene Spielgeräte aus den 60er- und 70er-Jahren sind in der Bundeskunsthalle zu sehen

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Die ersten Spielplätze kommen aus Deutschland

Am Anfang war die Sandkiste, damals "Sandhaufen" genannt. Ende des 19. Jahrhunderts richteten viele Städte wie Hamburg, Dresden, Stuttgart und Leipzig solche Sandspielplätze ein. "Ein Platz im Sonnenlicht und ein großer Sandhaufen zum Selberschaffen, zum Bauen und Graben, das ist in der kleinen Welt schon ein Paradies der Jugendfreude", hieß es 1909 in der Schrift "Das Spielen der Kinder im Sande". Die erste amerikanische Sandkiste wurde nach deutschem Vorbild in Boston angelegt.

Die ersten Spielplätze waren Schutzräume, die Kinder vor den Gefahren der industrialisierten Großstadt bewahren sollten. Bis heute sind Spielplätze in erster Linie ein Stadtphänomen. Die Kuratorin der Ausstellung, Gabriela Burkhalter, ist als Kind nie auf Spielplätzen gewesen, weil sie auf dem Land aufwuchs: "Wahrscheinlich hat gerade das mein Interesse geweckt."

Vor allem zwischen 1950 und 1980 war der Spielplatz ein Experimentierlabor. Pädagogen, Stadtplaner, Landschaftsarchitekten und Künstler brachten sich ein. So erfand der Bildhauer Joseph Brown (1909-1985) die Kletterspinne: Als ehemaligem Profiboxer war es ihm wichtig, dass die Kinder in einem solchen "Zappelnetz" ihr Balancegefühl trainierten. Ein Exportschlager war der "Lozziwurm" des Schweizer Künstlers Iwan Pestalozzi - eine gewundene Röhre, durch die Kinder hindurchklettern konnten. Sie bildet den Mittelpunkt der Bonner Ausstellung, in deren Outdoor-Teil man sich selbst ausleben kann.

Spielplatz-Ausstellung in der Bundeskunsthalle

Die Ausstellung "The Playground Project" widmet sich der Geschichte des Spielplatzes und ist vom 13. Juli bis 28. Oktober 2018 zu sehen

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Abenteuerspielplätze als Gegenbewegung

Mittlerweile war aber auch eine Gegenbewegung zu "Schaukeln auf Asphalt" entstanden: der Abenteuerspielplatz. Hier sollten die Kinder selbst die Designer sein und sich mit Hammer, Nagel und Schaufel ihre eigene Welt gestalten. Der erste deutsche Abenteuerspielplatz entstand 1967 im Märkischen Viertel in West-Berlin, einer Trabantenstadt voller Hochhäuser. Ein "Playworker" aus London leitete die Deutschen an - in England hatte man damals schon 20 Jahre Erfahrung. Abenteuerspielplätze - zeitgemäß abgekürzt mit ASP - galten in der jungen Bundesrepublik als linke, antiautoritäre Projekte.

In den USA konnte sich das Konzept nie durchsetzen - man befürchtete Unfälle und hohe Schadensersatzforderungen. Die Angst vor Klagen hat mittlerweile zur Schließung vieler amerikanischer Spielplätze geführt - oder zu einer so radikalen Umgestaltung, dass sie höchstens noch für Kleinkinder attraktiv sind. Soweit ist es in Deutschland noch
nicht, aber auch hier wird der Sicherheitsaspekt immer wichtiger, die Freiräume schwinden.

Allerdings sieht Burkhalter ein wachsendes Interesse an innerstädtischen Spielmöglichkeiten unter freiem Himmel: "Das auch unter dem Online-Aspekt - man befürchtet, dass die Kinder nicht mehr rausgehen und sich zu wenig bewegen." Für Metropolen seien Spielplätze zudem eine Prestigesache, mit der sie ihre Kinderfreundlichkeit im internationalen Wettbewerb unter Beweis stellen wollten.

Ein Mädchen schaut durch einen Türspalt
Christoph Driessen/DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.