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Diskussion auf Twitter: Eine Frau twittert übers Stillen und öffnet mit einem Detail vielen Menschen die Augen

"Jemand hat mir gerade erzählt, dass sie etwa 4866 Stunden ihres Lebens mit Stillen verbracht hat", twitterte eine amerikanische Professorin – und folgerte daraus etwas, worauf viele Eltern vermutlich bisher noch nicht gekommen sind.

Eine Mutter stillt ihr Baby

Das Stillen ist definitiv eine feine Sache für Babys – aber gratis ist es nicht

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Fast jeder frischgebackenen Mutter wird Stillen direkt als beste Option für die Ernährung ihres Babys empfohlen. Es schafft eine enge Bindung zwischen Mutter und Kind, ist gesund und kostet nichts. Im Gegensatz zu Milchpulver, für das Eltern reichlich Geld in den Drogerien und Supermärkten dieser Welt lassen, wenn es mit dem Stillen nicht klappt, die Mutter es nicht möchte oder es aus pragmatischen Gründen eben nicht geht. Aber ist der finanzielle Aspekt ein echtes Argument? Mit einem einzigen Tweet hat die amerikanische Geschichtsprofessorin Kera Lovell diese Idee ins Wanken gebracht.

"Jemand hat mir gerade erzählt, dass sie etwa 4866 Stunden ihres Lebens mit Stillen verbracht hat und dass Muttermilch nur dann gratis ist, wenn man die Zeit und die Körper von Frauen sowie ihre Erziehungsarbeit nicht wertschätzt", schreibt sie. 4866 Stunden! In der Tat, wenn man sich mal einen durchschnittlichen Stundenlohn für diese Zeit – in der man wohl keiner Lohnarbeit nachgehen kann – zusammenrechnet, käme da eine ordentliche Summe zusammen.

Natürlich muss eine junge Mutter nicht konkret Geld ausgeben – außer für Still-BHs und Stilleinlagen –, um stillen zu können. Aber es ist auch Arbeit. Denn in dieser Zeit kann die Frau nichts anderes tun. Und trotzdem fühlen sich manche Frauen sogar noch schlecht, wenn der Mann abends von der Arbeit nach Hause kommt und sie das Gefühl haben, den ganzen Tag "nichts getan" zu haben.

"Eine Runde Stillen dauerte eine Stunde und 10 bis 12 Mahlzeiten am Tag bedeuten, dass das mehr als ein Vollzeitjob war", schreibt etwa Cecily Buell. "Ich fühlte mich schuldig, den ganzen Tag nichts geschafft zu haben, aber dann fiel mir ein, dass mein Job ja war, ein Baby zu füttern."

Gareth Owen fügt hinzu: "Es ist genauso gratis wie Arbeit im Haushalt, Rasenmähen, Regale aufbauen. Die Währung hier ist Zeit und nicht Geld. Also ja, es ist gratis in dem üblichen Sinn, in dem wir das Wort 'gratis' benutzen, aber nicht, wenn man die Kosten ganzheitlicher betrachtet."

Eine Mutter namens Katherine Mobbs hat die Zeit, die sie gestillt hat, ebenfalls grob überschlagen: "Ich habe etwa 690 Stunden mit Stillen verbracht, und darin ist die Zeit, die ich fürs Abpumpen investiert habe, nicht eingerechnet. Es ist eine Menge, aber eine Herzensaugabe."

Andere Frauen wiesen darauf hin, dass in Norwegen arbeitende Mütter täglich zwei Stunden frei bekommen, um zu Hause oder auch im Büro ihre Babys zu stillen oder für sie Milch abzupumpen.

Zeit ist bekanntlich Geld. Und die Zeit, die Mütter mit dem Füttern ihrer kleinen Kinder verbringen, sollte nicht einfach hingenommen oder ignoriert werden. Stillen ist toll – aber gratis ist es nicht.

Quellen: Twitter / "Indy100"

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wt
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.