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Noch Fragen?

Frage Nummer 3000077832 Cheru

Autoleasing sinnvoller?

(Fängt an wie Werbung, oder?)

Kurzfassung: Bin selbständig, vor 5 Jahren robustes Auto eines japanischen Herstellers als Geschäftswagen neu gekauft, bis heute gut 50.000 zufriedene Km gefahren, gerade aus der Werkstatt abgeholt: Inspektion, vier neue Bremsscheiben, etwas Smartrepair: 1.600 EUR brutto.

Neue Überlegung: Zur Kostendämpfung nächstes Auto zwei Jahre lang leasen und vor Inspektionen und eintretendem Verschleiß gegen neues Leasingauto austauschen.

Sinnvoll oder übersehe ich etwas?
Bitte keinen Leasing-Link posten.
Dank und Grüße
Antworten (27)
bh_roth
Meines Erachtens übersiehst du, dass bei Leasingzeiten, die kurz genug sind, um mit keinen großen Reparaturen rechnen zu müssen, die zu erwartenden Werkstattkosten im Leasing eingerechnet sich. Sprich: Eine Kurzzeitmiete müsste im Verhältnis wesentlich teurer sein, nicht zuletzt auch deshalb, weil der größte Teil des Wertverlustes in diesen 2 Jahren stattfindet, bei manchen Modellen schon bei 50% des Fahrzeugwertes.
.
Zu deinen 1600 Euro: das nächste Mal machst du 2 Wochen Urlaub am Balaton, und deine Karre ist grundüberholt, und Urlaub und Reparatur sind dann in etwa im Bereich 1600 Euro.
Rentier_BV
Hallo Cheru
Vor Jahren stand ich auch vor der Entscheidung.
Ich habe mich für einen guten Gebrauchten als Privatwagen(1% Problem), und einen Einjährigen als Firmenwagen entschieden.

Der Einsatz eines Leasingfahrzeugs wäre fast gleich teuer geworden, allerdings hatte ich ein Sonderangebot bewertet.
Wenn man einfach so in eine Leasing Filiale marschiert und nach den Preisen fragt, fällt man bald um.

Bei der Auswahl ist auch die eventuelle Sonderausstattung zu berücksichtigen.
Persönliche Befindlichkeiten spielen natürlich auch eine Rolle.
dschinn
5 Jahre 50.000 Km... Du hast es gut.

Bei Privatleasing raten ja die meisten ab bzw. sagen man soll das gut durchrechnen...

Als Geschäftswagen aber.. da sieht das doch eh anders aus? Da sind doch Leasingraten als Betriebsausgaben absetzbar...

Oder ist Dein "Geschäft" so klein wie die paar Kilometer die Du fährst?
Cheru
@dschinn:

Loriot würde sagen: "kompakt". Der Kundenkreis ist "kompakt" (25 Km Radius).
Motorrad und Motorroller gibt es auch noch. Beides setze ich viel lieber ein.
rayer
Der ing wird Dir jetzt gleich vorrechnen, wie günstig Leasing ist, ich glaube nicht an solche Augenwischereien. Der Hersteller verdient, der Händler verdient und die finanzierende Bank auch. Wer soll die alle bezahlen und damit verdienen lassen? "DU"
Mehr gibt es für mich dazu nicht zu sagen und die Sache mit dem Steuer sparen habe ich auch noch nicht kapiert. Einer muss immer blechen und im Zweifel bist das Du.
dschinn
Wahre Worte...alle halten die Hand auf, einer musses bezahlen.

Angebote einholen, falls es sowas gibt... und dann erst mal ne Nacht drüber schlafen, auf keinen Fall drängeln lassen.
ingSiebenNeunDrei
@rayer: ich persönlich habe einen Leasingvertrag, bei dem mich mein (jedes Jahr erneuerte) Auto der Golfklasse inklusive Sprit, Versicherung, Wartung und Steuer, also wirklich "all-inclusive", um die 20 Cent/km kostet.
Das hast Du damals nicht geglaubt, das wirst Du auch jetzt nicht glauben, aber das ist mir Pumpe.

In aller Regel ist Leasing für Otto Normalverbraucher teurer als kaufen. Ich wehre mich nur dagegen, wenn jemand pauschal sagt, das sei immer und grundsätzlich. Diese Aussage wird durch ein einziges Gegenbeispiel falsifiziert und dieses Beispiel liefere ich oben. Da ist natürlich die eine oder andere Sonderkondition dabei, die Du aller Voraussicht nach nicht bekommst und es gilt der glückliche Zufall, dass meine Jahresfahrleistung beinahe auf den Punkt der Leasingleistung entspricht.
ingSiebenNeunDrei
@Cheru - für Dich ist die Sache doch eigentlich einfach:
1) Du zählst zusammen, was Dich der Wagen in den letzten fünf Jahren an Wertverlust plus Werkstatt/Service gekostet hat
2) Du teilst die Summe durch 60
3a) Du gehst zum Händler Deines Vertrauens und fragst, wieviel Auto Du wohl für das Geld bekommen würdest und dann guckst Du, ob Dir das besser gefällt als das "robuste Auto eines japanischen Herstellers"
3b) Du gehst zum Händler Deines Vertrauens und fragst, wieviel Geld Du wohl für das "robuste Auto eines japanischen Herstellers" hinlegen müsstest, und vergleichst die Leasingrate mit dem jetzigen Monatsbeitrag.
4) Du triffst eine Entscheidung
Cheru
@ing: Dankeschön für den Input, die Zahlen liegen vor, ich rechne (auf den ersten Blick ist das ja erschreckend...).

Und ich wollte den X-Trail halt etwas umschreiben.
rayer
@ing
Du kannst mir das nicht erklären. Ich habe mehrere Selbstständige, die mir erklären, der einzige Vorteil beim Leasen ist die nicht vorhandene Kapitalbindung. Nochmals, der Hersteller, Händler und auch die Bank "müssen" verdienen. Meinetwegen glaub Deine Milchmädchenrechnung, ich habe Banker im Bekanntenkreis und jeder bestätigt mir das, Du lässt Dir was vorgaukeln. Basta. Eine Rechnung noch, selbst wenn Du auf unter 20 Cent pro Kilometer kommen möchtest, die Mühle frisst ungefähr 5 Cent pro Kilometer. Dann wäre Dein Auto für 15 Cent pro Kilometer zu bezahlen und jeder Außendienstler würde sich die Finger danach lecken. Ich bin im Außendienst und meine Kollegen, die in Europa unterwegs sind, zahlen die Karre am liebsten bar oder machen die Finanzierung über die Bank. Ich habe Dir bei unserem Allerersten aneinander geraden vor 6 - 7 Jahren schon bewiesen Du kannst in Finanzfragen nicht ehrlich und richtig rechen, heute ist das genauso. Einfach und überschaubar, wenn ein gewinnorientiertes Unternehmen bei Deinem Leasingvertrag weniger verdienen würde als bei Barzahlung, würde es das nicht geben. Bar ist null Risiko, finanziert oder geleast besteht ein Restrisiko. Wer bezahlt das? Der liebe Gott?
Es gibt kein, wirklich kein Auto, auch keinen FIAT 500, der unter 50 Cent pro Kilometer bezahlt werden kann.
rayer
Streiche ein "noch"
rayer
Ja ja, erst lesen dann abschicken. "Die Mühle frisst 5 Cent Sprit pro Kilometer."
rayer
@ing
Setz doch mal in meine Fragen die Zahlen Deiner Milchmädchenrechnung.
1. Anzahlung.
2. Restzahlung.
3. Kilometerleistung pro Jahr.
4. Spritverbrauch.
6. Steuer und Versicherung pro Jahr.
7. Monatliche Leasingrate.
8. Fabrikat, Motorisierung und Neupreis der Mühle.
Wenn dann 20 Cent pro Kilometer errechnet werden können, Hut ab.
elfigy
So pauschal kann man das nicht beantworten. Leasing rentiert sich, wenn Steuerersparnis gewollt ist, bei Selbstständigen meistens schon. Die Netto Leasingrate sind Betriebskosten, die Mwst. wird monatlich abgesetzt. Mit Blick auf die Wertminderung bei so wenig gefahrenen Km ist wahrscheinlich 36 Monate leasen besser. Die Frage ist, was dein Ziel ist. So wenig wie möglich aufwenden, oder die Steuerlast minimieren. Im ersten Fall würde ich auch ein Gebrauchtwagenleasing prüfen. Im zweiten Fall die Leasingrate möglichst hoch ansetzen und den Restwert niedriger als es dann tatsächlich der Fall ist. Dann das Auto zum Restwert privat kaufen und sofort weiterverkaufen. Da kann man steuerfrei ansehliche Gewinne erzielen, dazu kommt noch die Steuerersparnis. Immer das Leasingangebot des Händlers mit dem einer Bank vergleichen. Wenn man beim Händler als Barzahler auftritt, bekommt man höhere Rabatte. In den Angeboten der Händler sind oft Nachlässe versteckt. Die kann man auch mitnehmen. Der Vorteil bei Geschäftsleasing ist auch, dass man keine Anzahlung leisten muss. Also alle Aspekte berücksichtigen, es gibt keine allgemein gültige Antwort.
elfigy
rayer, du hast die Steuern nicht berücksichtigt. Bei der Abschreibung kommt der Selbstständige meist schlechter weg. Die Leasingraten mindern den Ertrag für Gewerbesteuer und Einkommenssteuer. Und wer einen hohen Steuersatz hat, für den ist das schon interessant. Und was meinst du mit Restzahlung? Das wäre ja Mietkauf. Ich hatte bei Leasing noch nie eine Restzahlung.
Cheru
Die Steuer ist weniger mein Problem:
Nehmen wir an, die Karre kostet 24.000 netto. Sie muss 6 Jahre abgeschrieben werden. Macht 4.000 pro Jahr oder 333,33 pro Monat Abschreibungen (Betriebsaufwand), die den Ertrag und damit Einkommensteuer mindern, genau wie eine Leasingrate.

Ich wollte eher den Fall vermeiden, dass eine Wartung mit Verschleißteilaustaustausch mich plötzlich eine vierstellige Summe kostet. Daher der Gedanke: Neues Auto leasen und nach kurzer Zeit wieder austauschen.

Die fehlende Kapitalbindung ist ein guter Vorteil, aber hier nicht entscheidend (wir haben es doch ;-) )
ingSiebenNeunDrei
@rayer:
1. Anzahlung: Null
2. Restzahlung: Null
3. Kilometerleistung pro Jahr :30.000 km, Mehrkilometer werden mit 14 Cent berechnet, bis maximal 5000
4. Spritverbrauch: 5l/100km Diesel
6. Steuer und Versicherung pro Jahr : Null
7. Monatliche Leasingrate: 349,- € (incl. Steuer, Versicherung und Inspektion), zzgl. 10,- € für den Ausschluss von Wertausgleich nach einem selbstverschuldeten Unfall
8. Fabrikat, Motorisierung und Neupreis der Mühle: Ford Focus 1,5 TDCi Turnier in der Businessausführung (z.B. heizbare Frontscheibe, Klima, Navi, Tempomat, Freisprecheinrichtung) mit 109PS, Neupreis keine Ahnung

Der einzige Unsicherheitsfaktor sind mögliche Reparaturen beim Fahrzeugtausch nach einem Jahr. Irgendeine Kleinigkeit geht immer mal kaputt, im Schnitt der letzten Jahre entsprach das umgerechnet etwa 1 Cent/km. Dieses Jahr musste ich die Frontscheibe tauschen, da schlägt die Selbstbeteiligung mit umgerechnet einem zusätzlichen Cent je Kilometer ganz schön zu ...

Rechne nach und nimm dann das "Milchmädchen" mit Bedauern zurück.
elfigy
Cheru, bis das Auto in sechs Jahren abgeschrieben ist, hast du wahrscheinlich auf jeden Fall Reparaturen. So wie oben beschrieben, es kann aber auch schlimmer kommen. Und wenn dann das Auto mit einem Euro in den Büchern steht und du verkaufst es, dann hast du einen außerordentlichen Ertrag, den du versteuern musst. Also wenn es dir um Sicherheit vor finanziellen Überraschungen geht, wäre Leasing eine Überlegung wert. Die Zinsen sind zur Zeit niedrig wie nie zuvor. Und alle zwei, drei Jahre ein neues Auto bringt auch Freude. Das darf auch mal sein.
rayer
@ing
Deine Milchmädchenrechnung finde ich nicht für Private bei Ford. Da ist die Laufzeit 36 Monate mit 30000km und bringt dann mit viel, "sehr viel", gutem Willen 47 Cent den Kilometer. Aber ich lass mich gerne belehren;-) Vermutlich muss ich die 4 Grundrechnungsarten üben.
elfigy
Eine Mögichkeit fällt mir speziell zu deinem Fall noch ein cheru. Rücklagen bilden. Unterkonto Kfz. Reparatur. Dann tuts nicht so weh. Wenn es nur darum ging. Ich kann es nachvollziehen, ich brauchte neulich im Rahmen eines Kundendienstes neue Stoßdämpfer.
Swan
Ach Gott, effigy,
du bist ja eine so weise alte Frau.
Stoßdämpfer, aha. Da muss man lange sparen.
ingSiebenNeunDrei
@rayer: Du erinnerst mich an den Betrunkenen, der seinen verlorenen Schlüssel im Dunkelen unter der Laterne sucht, weil man da, wo er ihn verloren hat, im Dunkelen nichts sieht.

- Ich lease nicht direkt beim Hersteller.
- Der Betrag beinhaltet natürlich Sonderkonditionen, da habe ich nie einen Hehl daraus gemacht. Du wirst sie wahrscheinlich nicht bekommen, einfach weil Du einem bestimmten Personenkreis nicht zugeordnet bist (vielleicht bist Du es sogar und weißt nur nicht, dass man da entspechende Benefits draus ziehen kann).
- Andererseits ist der Personenkreis klar definiert, es steht jedem offen, sich diesem Personenkreis (weder politisch noch religiös verortet) anzuschließen und es steckt in der Zugehörigkeit nichts ehrenrühriges (wenn überhaupt, dann eher im Gegenteil).

Eigentlich hätte ich erwartet, dass Du mit einem "boah, hätte ich nicht gedacht, dann ist das ja wirklich günstiger als kaufen" einfach akzeptiert hättest, dass es Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, die sich Deinem Wissen zeitweise entziehen.
Stattdessen machst Du einen auf "Du kannst mir viel erzählen, ich weiß alles viel besser". Das ist eines Mannes von Deinem Format eigentlich nicht würdig. Oder doch?
Matthew
@rayer
Nur mal als Beispiel: Ein Konzern, bei dem ich einmal gearbeitet habe, hat mit einem Autoverleiher und Leasingpartner einen Rahmenvertrag gehabt, der vorgesehen hat, dass man auch wenn man als Mitarbeiter einen Wagen privat least oder Mietet, bei Vorlage des Firmenausweises die Firmenkonditionen eingeräumt bekam.
Für den Konzern war das interessant, weil die von Mitarbeitern privat gemieteten Autos das Firmenvolumen mit erhöht haben und dazu beigetragen haben, aufgrund des höheren Volumens in eine höhere Rabattstufe zu gelangen. Und als Mitarbeiter hatte man den Vorteil konkurrenzlos günstige Konditionen nutzen zu können.

Als der Konzern später sein eigenes Flottenunternehmen gegründet hat, konnte man auch von dort Wagen privat mieten/leasen, z.B. auch für Ehefrau oder Kinder. Zu konkurrenzlos günstigen Konditionen.

Keine Ahnung, ob ing eine solche Vereinbarung nutzt. Aber etwas ähnliches wird es wohl sein.
rayer
Nun ja ing, dann sind wir ja beim Blabla angekommen. Wenn wir hier von speziellen, für nur einen begrenzten Kundenkreis erreichbaren Konditionen sprechen, kann ich die Aussage leasen ist billiger als kaufen in die Tonne kloppen.
ingSiebenNeunDrei
@rayer - ich habe vom allerersten Post an gesagt, dass ich Sonderkonditionen habe.
Aber Deine Aussage war: Leasing ist immer teurer als kaufen. Diese Aussage ist schlicht falsch, selbst wenn ich der Einzige wäre, für den das nicht gälte.
Bin ich aber nicht. Es gibt, grob geschätzt, etwa eine Million Menschen in D, die das nutzen könnten, wenn sie es denn wüssten (wobei ich davon ausgehe, dass das Angebot nicht aufrecht erhalten werden kann, wenn alle versuchen würden, es zu nutzen).

Du bist einfach nur ein schlechter Verlierer. Schade eigentlich.
rayer
Ich bin ein schlechter Verlierer und Du begibst Dich zu den Schwaflern. Deine Aussage war vor etwa 2 - 3 Jahren mal, Leasing rechne sich immer im Gegensatz zum Kaufen. Heute kommst Du mit Sonderkonditionen hinterm Busch hervor, die kein normaler Mensch erhält, geschweige denn nachvollziehen kann und mir bleibt nur die Option glauben oder bleiben lassen. Ich sage es ungern zum x-ten Mal. Der Hersteller, der Händler und die finanzierende Bank müssen verdienen. Du wärst der Erste, der diese Regel auf den Kopf stellt. Aber wir sind es ja gewohnt, der ing hat immer recht. Ich sage es auch noch mal, es gibt kein Auto unter 50 Cent pro Kilometer, ich hatte das mit 47 Cent schon schön gerechnet mit den Werten des Herstellers von 3,6l/100km.
Swan
Nein, Rayer,
der ing hat keineswegs immer recht.
Das glaubt er nur.