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netter_fahrer

Gab oder gibt es auf der Welt ein Volk, das sich rein vegetarisch oder vegan ernährt?

Vegetarische oder vegane Ernährung ist überall Thema, auch im Stern.
Mich interessiert, ob es irgendwo ein Volk gibt, das sich -nicht aus religiös-philosophischen Gründen wie im Hinduismus oder Buddhismus- in dieser Form ernährt. Außer diversen anderen Foren mit sehr unterschiedlichen Meinungen fand ich dazu nichts Brauchbares. Weiß es hier jemand?
Frage Nummer 14183

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Antworten (27)
Highspeed
Meine Meinung: Es gibt sicherlich Völker die sich zu einem Großteil vegetarisch ernähren. Trotzdem gehört Viehhaltung und die Schlachtung bzw. die Jagd zur lebensweise jedes Volkes.
Rein vegan, kann ich mir nicht vorstellen. Der Mensch ist von Natur aus kein reiner Pflanzenfresser und benötigt Stoffe zum Überleben die eben nur in Fleisch enthalten sind. "Moderne" Veganer erreichen das, in dem sie chemisch aufbereitete, pflanzliche Nahrung zu sich nehmen, die einem reinen Naturvölkern sicherlich nicht zur Verfügung stehen.
Textakrobat
Es soll Volksgruppen geben/gegeben haben, die sich rein vegetarisch ernähren/ernährten. Das sind zum einen die Jains (Indien) und die Bishnoi (Indien).

Dazu kann man bei Google/Wikpedia einiges finden, unter anderem dieser Ausschnitt >>

Wegen des Ideals der Nichtverletzung von Lebewesen ernähren sich Jainas ausschließlich so, dass weder Tier noch Pflanze dafür sterben müssen.
So weit Wikipedia!
Ob das nun heißt, dass sie sich ausschließlich vegan/vegetarisch ernähren kann man davn ableiten oder nicht, die Alternative wäre, natürlich gestorbene Tiere, respektive deren Fleisch doch zu essen
sininen
Wieso ist es wichtig, dass die Gründe gegen das Fleischessen nicht religiös-philosophisch sind? Was für Gründe soll es denn dann geben?! Biologisch-ethnische etwa? Oder rein finanzielle? Nennen Sie mir doch mal Völker, die zum Beispiel Schweinefleisch meiden, ohne dafür einen religiös-philosophischen Grund zu haben. Ich will sagen, dass Menschen in der Masse (also im Volksverbund, zum Beispiel) m. E. immer nur gegen ein Nahrungsmittel aus kulturellen (also religiös-philosophischen) Gründen entscheiden (sofern jenes Nahrungsmittel verfügbar und nicht in irgendeiner Weise kontaminiert ist). Daher werden Sie wohl kein Volk finden, dass "halt nur mal so aus Bock" vegan oder vegetarisch ernährt.
Musca
ich verstehe diesen ganzen "Juchhei" über vegetarisch oder veganisch nicht. Die Verdopplungszeit der Weltbevölkerung liegt mittlerweile bei wenigen Jahrzehnten, da ist es Sch...egal was wir essen, irgendwann wird Essen und Energie nicht mehr ausreichen
netter_fahrer
Meine Frage entstand beim Lesen des Stern Nr. 4-Titelthemas "Vegetarische Ernährung", in dem -mal wieder- die These aufgestellt wurde, vegetarisch sei die ursprüngliche Ernährungsform und praktisch nur die westlichen Nationen seien die größten Fleischverzehrer. Das kann ich einfach nicht glauben, denn: Wenn vegetarisch die natürliche Ernährungsform des Menschen wäre und Fleisch quasi nur so "auch essbar" sei, dann möchte ich gerne wissen, ob es irgendwo auf der Welt eine Kultur gab oder gibt, die sich sozusagen aus Prinzip, weil es die natürlichste Form ist, vegetarisch ernährt. Deshalb schloss ich auch religiös-philosophische, also moralische, Aspekte aus.
Und: gerade Naturvölker, Indianer, Eskimos etc. ernähren sich doch wohl überwiegend fleischlich - oder?
vegi
Die Bishnois leben seit über 500 Jahren vegetarisch.
Die Jains seit Jahrtausenden (heute mehrheitlich vegan).
Die Hopi Indianer in Nordamerika leben auch vegetarisch (praktisch vegan). Leider ist dieser Stamm nicht so bekannt, da er nie Kriege führte und friedlich mit der Natur lebt.
Sandygirl
Nein, gibt es nicht. Die würden auch ganz schnell aussterben.
Trotz aller Propaganda durch militante Tierschützer, kann man sich vegetarisch nicht vollständig ernähren.
Kinder von Vegetariern kommen meist mit geschädigter Niere auf die Welt, in einigen Fällen wurden auch Hirnschäden auf die Mangelernährung zurückgeführt.

"Vegatarismus" ist eine Moralvorstellung, die relativ neu ist. gerade Volksgruppenn mit eingeschränktem Fleishczugnag wurden früher selten Älter als 30 Jahre.
Sockenpuppe
Falsch!
Sandy betreibt reine Polemik! In Indien ernähren sich ca. 50% der Bevölkerung vegetarisch!
Es gibt auch etliche Studien, die zeigen, dass Vegetarier z. B. einen niedriegeren Cholesterienspiegel haben! Siehe auch: Artikel im Ärzteblatt!
vonjwd
Sockenpuppe, ich halte es für ein Gerücht, dass in Indien 50% der Bevölkerung vegetarisch leben. Woher hast Du die Weisheit? Ich war ein paar Mal in Indien und werde auch demnächst wieder hinreisen, aber die Beobachtung habe ich nicht gemacht. Es sind neben bestimmten religiösen Gruppen, die von der Menge her keine Rolle spielen, vor allem die Brahmanen, die vegetarisch leben. "Meine" Inder, mit denen ich heir täglich zu tun habe, haben sich gerade schlappgelacht, als ich das erzählt habe. Aber eine Kollegin hatte den guten Gedanken, dass viele Inder zwangsweise vegetarisch laben, weil sie sich Fleisch nicht leisten können, aber wenn sie es bekommen, mit größtem Genuss es essen.
Sockenpuppe
Quellen? Kein Problem! Gugst du hier:
http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/publikationen/landwirtschaft/130108_bund_landwirtschaft_fleischatlas.pdf
oder hier:
http://www.hindu.com/seta/2004/11/04/stories/2004110400061500.htm
vonjwd
Sockenpuppe, Du bist ja ein kleiner Manipulator! Du stellst Behauptungen in die Welt, die nicht stimmen, und dann, wenn man widerspricht, dann behauptest Du das einfach weiter und gibst irgendwelche Links an, die das angeblich stützen.
Aber nicht mit mir. Ich bin vom alten Schlag und nehme meine Gesprächspartner ernst. Ich hab mir mal deine Links angeschaut, und finde da nichts von wegen 50% Vegetarier in Indien. Im Fleischatlas sind es auf Seite 10 grade mal 31%. Bei dem anderen Link ging es gar nicht um Vegetarier, sondern um die Entwicklung des indischen Essens im historischen Kontext in einer Hindi-Zeitung.
Sockenpuppe
Okay! Dann kannste jetzt mit diesen Erkenntnissen den Wikipedia-Artikel umschreiben!
So ist das eben, wenn man sich auf die Allwissende Müllhalde verlässt!
Ich bin zutiefst enttäuscht!
vonjwd
Kuckuck sockenpuppe, von einem Wikipediaartikel war nie die Rede. Aber ich habe den trotzdem mal gesucht und gefunden und ich brauche ihn nicht umzuschreiben. Da steht nämlich drin, dass nur 20% aller Inder Vegetarier sind. Und auch wenn es dir nicht gefällt, die Veggies sind nicht in der Mehrheit. Soviel zur Faktenlage.
schroedi8998
„ Herrlich , wie die Blut kocht !!!!!!! “
Sockenpuppe jetzt Du
sporting29
Vor ca. 150 Jahren war die Hälfte der Menschheit vegetarisch und das vor allem im Asiatischen Raum.
bruno
Ich beschäftige mich mit Vegetarismus und zwar auf neutrale und nicht moralische Art. Es gibt die Bishnois die Leben am Rande der Wüste Thar und leben seit über 500 Jahren vegetarisch. Sie schützen auch die Bäume und sind gesund und friedliebend. Es gibt die Jains die ich persönlich kenne, die seit jeher vegetarisch leben, friedliebend und gesund sind. Diese beiden Volksgruppen kenne ich und man trifft mehrheitlich erstaunlich liebenswerte Menschen an. Der Mensch braucht kein Fleisch zum Leben oder überleben. Unser Darm ist, verglichen mit Tieren analog zu den Tieren, die sich vegetarisch ernähren, relativ lang. fleischessende Tiere haben einen kurzen Darm. Auch aus dieser Sicht sind wir nicht für Fleisch konstruiert. Der Mensch ist allerdings eine Tiersorte, die extrem gut überleben und mit aller Art von Nahrung leben kann. Real gesehen ist die Tierhaltung für die Umwelt nicht optimal und eigentlich schon lange nicht mehr vertretbar. Trotzdem der Mensch über gewisse intellektuelle Fähigkeiten verfügt ist er ein Wesen, das nicht wirklich lernfähig ist und sich nicht wirklich weiter entwickelt. Wir sind auch nicht fähig aus der Geschichte zu lernen. Ausser der technischen findet keine Entwicklung statt. Das merkt man vor allem, wenn man die verschiedenen publizierten Texte liest.
Cordelier
Und dann?
bh_roth
Und weil der Mensch wenig lernfähig ist, erwägt die italienische Regierung, nach 2 Todesfällen bei Kleinkindern i n Familien, die sich vegetarisch ernähren, vegetarische oder vegane Ernährung für diesen Personenkreis gesetzlich zu verbieten.
Gast
Ich beschäftige mich mit Schweinshaxe, auf neutrale Art.
Da gibt es die Bayern, am Rande der Wüste Österreich,
sie schützen die Biergärten, sind gesund und friedliebend.
Dann gibt es die Oberpfälzer, die ich persönlich kenne, die seit jeher Schweinshaxen verzehren. Diese beiden Volksgruppen kenne ich und man trifft mehrheitlich erstaunlich liebenswerte Menschen an.
Der Mensch braucht kein Gras zu essen, er kann es auch rauchen.
Unser Darm ist sehr lang, es müssen freilich zur Schweinshaxe, auch Blaukraut und Knödel hineinpassen, oder 6 paar Schweinswürstel mit
Sauerkraut und Senf. Real gesehen ist die Tierhaltung, besonders das Schwein, für unsere Umwelt optimal. Obwohl der Bayer schon über fabulöse intellektuelle Fähigkeiten verfügt, lernt er trotzdem
fleißig dazu. Der Bayer isst Geschichte.
Zombijaeger
Dieser fleischkonsum bis zum exzess wird irgendwann noch zur Katastrophe führen bezüglich Klima, Grundwasser, nahrungsknappheit und luftqualität. Von tierquälerei , ohne die es nicht mehr geht, mal ganz abgesehen. Weltweit werden pro Jahr deutlich mehr als 1 Billionen Tiere geschlachtet und die fleischproduktion wächst weiter rasant. Eine pflicht zum Fleischessen wäre das dümmste, was eine Regierung machen kann.
rayer
Zombie
1. Lesen
2. Verstehen
3. Nachdenken
4. Antworten
Die Punkte 2 und 3 sind allerdings bei Dir nicht zu erwarten.
Amos
Grundsätzlich ist der regelmäßige Verzehr von Currywurst (mindestens 1 mal pro Woche) sinnvoll und lebenserhaltend. Mit Pommes Schranke.
Panther
Lieber Amos,
herzlichen Glückwunsch zu diesem gelungenen Beitrag!
Du hast ausnahmsweise mal recht.
Wenn man 100 Jahre lang einmal wöchentlich eine Currywurst isst, wird man alt.
Matthew
@panther
Nein, dann ist man alt.
Um genau zu sein, dann ist man mindestens 100 Jahre alt.
Matthew
Wenn man vegetarisch isst, indem man einfach das Fleisch weg lässt, dann führt das definitiv zu einer Mangelernährung.

Es gibt aber Möglichkeiten auch ohne Fleich sich ausgewogen zu ernähren. Das ist aber nicht ganz einfach. Man muss entweder aus einer Kultur kommen, in der man entsprechende Ernährungsformen quasi mit der Muttermilch eingesogen hat, oder man muss sich sehr intensiv mit entsprechenden Rezepten beschäftigen. Tabletten sind nicht zwingend erforderlich, aber natürlich eine Möglichkeit, wenn einem das detaillierte Wissen zu Ernährung fehlt.

Die Ernährung von Kindern speziell in Wachstumsphasen oder von Schwangeren ist allerdings extrem heikel.

Was Naturvölker angeht, hängt es von der Umgebung ab, wie sie sich ernähren.
In eher kargen Gebieten wird der Fisch- oder Fleisch-Anteil eher hoch sein. In Gegenden mit eher üppiger Vegetation ist dafür der Anteil an pflanzlicher Nahrung stark überwiegend. Warum sollte man jagen, wenn das Essen an den Bäumen hängt oder in unmittelbarer Umgebung aus der Erde gezogen werden kann? Wozu Schweine züchten, wenn man die Kartoffeln auch selber essen kann?

In Ländern mit warmem Klima gibt es auch ohne religiöse Regeln eher kein Schweinefleich. Da Schweinefleich schnell verdirbt, muss entweder das Klima ausreichend kühl sein, oder man braucht künstliche Kühlung. Kühlschränke kamen im größeren Umfang erst vor ca. 60 Jahren auf. In meiner Kindheit war ein Kühlschrank noch etwas besonderes und nicht jeder Haushalt hatte einen. Ich kann mich erinnern, als meine Großmutter ihren ersten angeschaft hat. Kurze Zeit später haben dann auch meine Eltern einen angeschafft.
Entsprechend wurden Schweine im Winter geschlachtet, wenn die Witterung kühl genug war und niemand wäre auf die Idee gekommen im Sommer ein Schwein zu schlachten.

Fleisch gab's als Sonntagsbraten und eventuell zwischendurch etwas Dörrfleich in den Eintopf. Aufs Brot allerdings ab und zu Schmalz, meist aber Marmelade oder z.B. abends Gurkenscheiben oder Quark. Zu besonderen Gelegenheiten aber auch mal Käse oder Wurst.

Für eine ausgewogene Landwirtschafft ist Viehzucht notwendig, um entsprechende Kreisläufe zu nutzen, allerdings bei weitem nicht in dem Umfang, der unserem heutigen Fleich-Konsum entspricht. Einer Landwirtschaft ohne Tierhaltung fehlt der Dünger, es müsste also mit Guano oder Mineral-Düngern gedüngt werden.

Die natürliche Ernährung wäre also eine überwiegend pflanzliche, mit einem geringen Fleichanteil; in kargen Gegenden auch mit einem etwas üppigeren Fisch- oder Fleich-Anteil. Biologisch sind wir Allesfresser.

Eine rein vegetarische Ernährung funktioniert, wegen der Kreisläufe in der Landwirtschaft nur jeweils für Teile einer Bevölkerung.
Urtica
@Matthew: Mit Permakultur braeuchte man gar nicht zu duengen oder man koennte Kleegras kompostieren, denke ich...vegane Ernaehrung hat gesundheitlich eigentlich nur Vorteile...bloss soll es das Frakturrisiko erhoehen...aber ob das wirklich so ist..die Knochendichte ist doch nicht geringer, das wurde schon revidiert, ich hoffe, dass das andere auch noch revidiert wird, denn mit veganer Ernaerung koennte die ganze Bevoelkerung ohne Ausbeutungen und biologisch also ohne Gifte, die evtl zu Alzheimer fuehren, ernaehrt werden