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wokk

Impfung gegen Corona-Mutationen.

Ein grosser Teil der Bevölkerung hat mittlerweile eine erste Impfung erhalten. Wäre es nicht sinnvoll, die zweite Impfung mit einem angepassten Impfstoff durchzuführen, um auch die wichtigsten Mutationen zu erfassen?
Frage Nummer 3000264445

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Antworten (3)
rayer
Wird wohl nicht machbar sein wegen der Zulassung des Impfstoffes. In der Kürze der Zeit zwischen 1. und 2. Impfung bekommt man das vermutlich nicht hin. Was ziemlich wirksam sein soll laut verschiedener Studien ist eine Kreuzimpfung mit unterschiedlichen Impfstoffen, da fehlt es aber schlichtweg an Mengen.
Matthew
Im Prinzip ja, aber ...
... eine Empfehlung für einen neuen Impfstoff, oder auch für eine Kombi aus verschiedenen Impfstoffen wird erst ausgesprochen, nachdem eben dies in einer Studie als wirksam und ungefährlich verifiziert ist.
Aus ethischen Gründen macht man Studien nicht einfach mal so. Deshalb testet man in der Regel nur den neuen Impfstoff, und keine Kombinationen alt/neu.
Astra-Zeneka war eine Ausnahme, aus den bekannten Gründen.

Danach muss die Produktion erstmal auf die neue Impfstoff-Variante umgestellt werden. Das läuft nicht ohne vorübergehende Einbußen in den Produktions-Mengen. In Zeiten knapper Impfstoffe ...
Auch Fachleute, die das können, kann man nicht einfach vom nächsten Baum pflücken. Im Moment werden die gebraucht, um die Produktions-Kapazitäten hoch zu fahren.
Also selbst dann, ein neuer freigegebner Impfstoff zur verfügung stehen würde, würde man (aus guten Gründen) abzuwägen haben wann die Produktions-Umstellung wirklich sinnvoll ist.

Profit-Interessen kommen hinzu, stehen hier aber - glaube ich - nicht im Vordergrund.

Du siehst, theoretisch gute Ideen sind zwar durchaus gute Ideen. Die praktische Umsetzung braucht aber ihre Zeit. Kommt also sicher noch, aber nicht morgen oder Übermorgen.
ingSND
Zweck einer Impfung ist zunächst einmal der Schutz des Geimpften.
Alle derzeit in D zugelassenen Impfstoffe schützen gegen alle bekannten Mutationen mit einer Zuverlässigkeit, die weit jenseits derjenigen von z.B. Grippeimpfungen liegt. "Schutz" bedeutet in diesem Zusammenhang nicht, dass die Erkrankung verhindert wird, sondern ein schwerer Verlauf. Bevor man das aufs Spiel setzt, lässt man das vernünftigerweise so weiterlaufen, wie in den Studien verifiziert. Damit wäre das Primärziel erreicht.
Andererseits wird Corona nicht mehr verschwinden, es ist zu erwarten, dass alle ein bis zwei Jahre eine Auffrischung erforderlich sein wird. Das Schöne an mRNA-Wirkstoffen ist, dass das Vehikel immer gleich ist, lediglich ein spezifischer Teil des Virus angepasst und in relativ kurzen Testreihen validiert wird. Ich gehe davon aus, dass es nächstes Jahr angepasste Biontech, Moderna und Curevac Variationen geben wird.