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Noch Fragen?

Frage Nummer 23805 sininen

Warum sind bei deutschen Büchern die Titel und Autorennamen auf dem Buchrücken von unten nach oben geschrieben?

Bei Büchern in anderen Sprachen ist die Beschriftung auf dem Buchrücken stets von oben nach unten zu lesen, sodass, wenn ein Buch mit dem Vordereinband nach oben auf einem Tisch liegt (zB im Stapel), man den Titel problemlos (weil richtig herum) lesen kann. Bei deutschen Büchern ist die Schrift dann aber immer auf dem Kopf. Warum ist das so?
Antworten (21)
Ingenius
Das ist eine gewagte Behauptung, die m. E. keiner Überprüfung Stand hält.. In meinem Bücherregal gibt es beides, auch englische und französische. Aber ich bin es gewohnt, technische Zeichnungen von rechts (also von unten nach oben) zu lesen.
starmax
Stimmt, Ingenius; da gibt es (noch) keine DIN.
hphersel
leider, lieber Heraklit, zeigt auch der Link nur eine Beschreibung des Zustandes, wie ihn auch sininen schon beschrieben hat. Eine Antwort auf die Frage "Warum ist das so" habe ich dort aber auch nicht finden können. Ein "das ist halt so" fand ich irgendwie nicht ausreichend...
Blaue_Fee
Aus dem gleichen Grund, warum die Briten auf der Straße links fahren und wir rechts ... ;-)
sininen
Interessant, ich habe fünf Antworten, jedoch keine von ihnen gibt mir eine Antwort auf meine Frage...
UND es beweist mir (sorry heraklit), dass das ewige Verweisen auf Suchmaschinen oder Lexika ("Könnense kein Google bedienen oder was?!") ad absurdum geführt ist.
Sollte ich tatsächlich mal eine Frage gestellt haben, die das unendlich schlaue Wissen der Community überfordert? ;-D
Nächstes Mal frage ich wieder, wozu man eine Nachttischlampe verwendet :-D
Ingenius
Jetzt sind wir wieder schuld, typisch. Dabei geht doch die Frage von der falschen Voraussetzng aus, dass alle deutschen Buchrücken von unten nach oben beschriftet wären. Das stimmt nämlich gar nicht, das habe ich auch so geschrieben, aber wenn das bei Ihnen nicht ankommt, meckern sie bitte nicht uns an.
hphersel
@ Ingenius: Natürlich. Wir sind halt "nur" die Männer und aus Sicht der Frauen an allen Unglücken dieser Welt schuld. Undwenn wir uns gegen diese Unterstellung wehren, bestätigen wir wie gleichzeitig, denn eine Frau IST unglücklich, wenn sie Unrecht hat.
Hemmungslos logisch, diese Falle - und leider ohne Ausweg...

@ Sininen: ich habe mich jetzt gerade mal im Netz getummelt und hier (bei der Konkurrenz) eine Antwort für Sie gefunden: zusammengefasst: Es gibt keinen objektiv nachvollziehbaren Grund, nur persönliche Vorlieben einzelner maßgeblicher Personen...
Ich befürchte, genauer gehts nicht...
sininen
Danke, hphersel, DAS ist mal eine brauchbare Antwort!
:-)
Und ob Männer oder Frauen, ich habe lediglich eine Frage gestellt und mich über die vagen Antworten gewundert. Der aggressive Ton einiger Teilnehmer tangiert mich nicht, ich freue mich aber umso mehr um nette und aufschlussreiche Antworten. Also Danke Ihnen :-)
StechusKaktus
Falls du noch Unterstützung bei der Nachttischlampenfrage bräuchtest- ich hätte da ne Idee...
Ingenius
Danke, hphersel, jetzt wissen wir endlich, warum in Deutschland alle Bücher von unten nach oben beschriftet sind. Oder doch nicht? Egal, Hauptsache sininen ist zufrieden. Dafür war die Antwort doch gut. Auch wenn alle anderen nicht klüger sind als zuvor.
@ sininen: Wer selbst gern ätzt, sollte nicht überempfindlich sein. Dass passt nicht zusammen.
silberfisch_4711
Das Wort "stets" halte ich auch für sehr gewagt. Es gibt bestimmt Ausnahmen. Außerdem: wenn das Buch schon mit dem Titel nach oben liegt, kann ich ja den Titel und Autoren auf der Deckseite sehen. Dann ist es besser wie bei vielen in Deutschland gebundenen Bücher: wenn das Buch auf der Deckseite liegt, kann ich auf dem Buchrücken richtig herum lesen. Auf der anderen Seite: schnell lernen, auf dem Kopf zu lesen: gutes Training für den Kopf und schützt sicher (?) vor Alzheimer!!
sagined
Es geht noch etwas schlauermeierischer. Beim Technisch Zeichnen gibt es sehr wohl eine Norm, die besagt, dass der „Fuß“, also die Grundlinie rechts stehen muss. Das kommt wahrscheinlich daher, dass die überwiegenden Rechtshänder es einfacher finden Zeichnungen im Uhrzeigersinn zu drehen. Auch unser Kopf dreht lieber im Uhrzeigersinn als dagegen. Da wir unsere Bücher senkrecht lagern, sind die Bücher daher auch so beschriftet, dass man die „im Kopf“ im Uhrzeigersinn dreht. Die Amis drehen nicht andersrum, lagern ihre Bücher aber meistens liegend. Ist dabei der Buchdeckel oben muss der Rücken also anders herum beschriftet werden. Aber eine Norm dafür gibt es nicht.
joschitura
Weil die Deutschen immer eine Extra-Wurscht haben müssen - und sei sie auch noch so unlogisch. Wie legt man ein Buch auf den Tisch? Richtig: mit dem Cover nach oben.l Und wie kann man dann den Text am Rücken lesen? Richtig - wenn er von oben nach unten geschrieben ist.
Deswegen stehen in unserm Regal die englischen Bücher normal rum - und die meisten deutschen aufm Kopf. Wir haben nämlich keine Lust ständig den Kopf zu drehen. Übrigens sind natürlich auch die meisten (Vinyl)LPs und CDs an der Rückleiste RICHTIG beschriftet, nämlich von oben nach unten. Die deutschen Verlage sind einfach nur zu bequem oder zu dämlich das mal endlich zu ändern.
Ingenius
Nicht nur meine Bücher sind mal von unten nach oben, sondern auch mal von unten nach oben beschriftet, darum geht es hier doch, auch wenn sich einige weigern, das zur Kenntnis zu nehmen. Für meine DVDs gilt das auch. Nur bei den CDs ist das einheitlich. Warum?
goorooj
da muss ich grade etwas berichtigen.
ich habe etwa 80 englische und knapp 300 deutsche bücher hier.
die englischen Bücher sind zwar ALLE ausnahmslos von oben nach unten beschriftet, aber bei den deutschen herrscht kunterbunter mischmasch, die sind nicht alle von unten nach oben beschriftet.
sogar bei 2 dan brown hardcovern vom gleichen verlag ( das symbol und sakrileg ) ist die schrift einmal von oben nach unten, einmal von unten nach oben...
schlabbes
Diesen Unterschied gibt es tatsächlich. Natürlich mit Ausnahmen, aber in der Regel stehen die Buchtitel auf deutschen Büchern scheinbar auf dem Kopf.
Die einfachste Erklärung: Es ist halt so. In England fährt man links, im Rest der Welt fährt man rechts. In England hat man skurrile und komplizierte Maßeinheiten, im Rest der Welt ist alles streng dezimal. Warum soll es nicht auch mal bei uns eine merkwürdige Schrulle geben?
Die Erklärung für Fortgeschrittene: So schrullig ist unser System nicht einmal. Denn normalerweise liegen Bücher nicht im Stapel auf dem Tisch, sondern sie stehen im Bücherregal. Und da ist, was auf dem Stapel falsch erschien, plötzlich richtig. Man zieht das Buch ein Stück aus dem Regal und sieht, ohne den Kopf drehen zu müssen, sofort die Titelseite. Das ist sehr angenehm.
hphersel
@ sininen und ingenius: gern geschehen, keine Ursache!
@alle anderen: Der erste Teil meines letzten Posts hier, also der Teil, in dem ich mich auf das Thema "Schuld" und Geschlchtsunterschiede bezog, war IRONISCH gemeint!
Die erste - negative - Bewertung kann ich mir nur so erklären, das irgendjemand da keinen Sinn für Humor hatte...
Nordleuchte
Die Bibliothekarin in der Uni hat mir mal erklärt, dass Bücher in D von unten nach oben beschriftet sind, damit man den Titel lesen kann, wenn das Buch im Regal steht.

Im Regal ordnet man die Bücher in D von links nach rechts, d.h. wenn man dann vor einem Regal steht und den Kopf nach links neigt, kann man am Regal entlanggehen und alle Titel lesen.......... bis man man das gesuchte findet.
Ingenius
Wären die Bücher von oben nach unten beschriftet, könnte man die Titel dann nicht lesen, wenn die Bücher im Regal stehen? Man kann auch mit nach rechts geneigtem Kopf von links nach rechts am Regal entlanggehen.
Nordleuchte
Das geht natürlich auch. Allerdings lesen wir im europäischen Sprachraum von oben links nach unten rechts und genauso sind auch die Bücher in einem Regal geordnet, so könnte man im Regal oben links anfangen und jedes Board von links nach rechts und dabei das gesamte Regal von oben nach unten lesen.

Wären die Titel andersrum, könnte man zwar auch von links nach rechts lesen (so sind die Bücher ja geordnet) es wäre aber dann quasi ein von unten nach oben lesen, eher unüblich.
Man kann es für Haarspalterei halten, Bibliotheken aber brauchen ein exaktes System.