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Noch Fragen?

Frage Nummer 3000098679 Gast

Weshalb finanziert der Staat deutlich mehr Rüstung als medizinische Forschung?

Ist es sinnvoll, wenn ein Staat wie Deutschland täglich mehr als 100 Millionen Euro in seinen Militärapparat fließen lässt, aber jährlich nur wenige Millionen in Forschung gegen Krebs investiert?
Für einen durchschnittlichen Deutschen dürfte die Wahrscheinlichkeit an einer altersbedingten Krankheit zu sterben etliche tausende Male höher sein als einer Situation zu erliegen, die auf zu wenig Militär zurückzuführen wäre. Sollte deswegen nicht das meiste Geld in Forschung gegen diese Übel eingesetzt werden? - Aber nein, nun reichen die jährlichen 37 Milliarden Euro nicht mehr aus. NATO und USA fordern noch mehr deutsche Rüstung. Und die medizinische Forschung wird weiter den privaten Pharmakonzernen überlassen, die nicht nur weniger finanzielle Mittel als die BRD haben, sondern auch eine etwas andere Zielsetzung. Sie gaben im letzten Jahr deutlich mehr Geld für Werbung als für Forschung aus.
Meiner Meinung nach sollte in erster Linie etwas gegen die Ursachen getan werden, an denen die meisten Menschen leiden und sterben. Und das sind hierzulande nicht zu wenig Waffen, sondern Krankheiten und der Alterungsprozess.
Antworten (12)
Skorti
Vielen Dank für deine Meinung.
Würdest du diese bitte für mich ausdrucken und dann im Abfalleimer entsorgen?

Hier ist keine Meinungsaustauschforum.
Deine sporadisch in den Erguss eingestreuten rhetorischen Fragen reichen nicht aus, um eine "Wissenfrage" vorzutäuschen.

Du hast ja teilweise Recht,
wer keine Panzer hat, die rollen können,
keine U-Bote hat, die tauchen können,
keine Fregatten hat, die schwimmen können,
keine Flugzeuge hat, die fliegen können
braucht eigentlich keine 37 Milliarden Euro im Verteidigungshaushalt.

Wenn wir aber noch weniger in die Verteidigung investieren, lässt Putin irgendwann mal unter den russischstämmigen Deutschen eine Wahl abhalten und annektiert uns.
Musca
Lieber Gast, ich finde deinen Beitrag wesentlich sinnvoller als die bisherigen Antworten.
elfigy
Es ist vollkommen normal, an einer altersbedingten Krankheit, oder am Alterungsprozess selbst, zu sterben. Alternativ kann man nur jung und/oder gesund sterben.
Passiert häufig bei kriegerischen Handlungen oder Unfällen.
Die Ursache, dass Menschen an Krankheiten und am Alterungsprozess sterben, ist die, dass ein Menschenleben nicht unbegrenzt fortdauert. Jedenfalls ist kein derartiger Fall bekannt.
Die Anzahl der Waffen kann man nicht mit der Anzahl der Krankheiten und Alterungsprozesse vergleichen.
Dorfdepp
Lieber Gast,

ich fand deinen Beitrag nicht so sinnvoll wie andere User hier, und im Gegensatz zu diesen begründe ich das sogar.

Warum, glaubst du, sind die Polen und die Balten so froh, in der NATO zu sein? Weil das Kriegstreiber sind? Nein, weil die Welt kein Streichelzoo ist und der russische Bär Appetit hat. Und was glaubst du, wo wir ohne Nato und Armee wären?

Wie naiv und dekadent muss man sein, in einer sich verschärfenden Weltlage das Handtuch zu werfen?
Zombijaeger
Es ist ja nicht so, als ob die Bundeswehr gut ausgestattet wäre. Die Hubschrauber fliegen z.B. meist nicht und müssen vom ADAC ausgeliehen werden. Mit dem Rest der Ausstattung sieht es nicht viel besser aus. Das ganze ist eher ein Trauerspiel. Daher denke ich nicht, dass man da weiter kürzen sollte.
Dorfdepp
Bei mir ist der Groschen erst spät gefallen, aber immerhin.

Die Art der Fragestellung folgt dem Muster der medialen Beeinflussung der öffentlichen Meinung, wie sie aus Moskau gesteuerte Trolle praktizieren.
Musca
Ich bin über die bisherigen Antworten ziemlich entsetzt. Sollte das real existierende Gesundheitssystem nicht Vorrang haben vor einem fiktifen Kriegsszenario ?
Zumal es keinen kalten Krieg mehr gibt, der Trend geht zum asymetrischen Krieg.
Wie kann es sein, daß in einem wohlhabenden Land wie unserem, die Kranken- und Altenpflege an unterster Stelle steht. Dass Menschen, welche diese Republik mit harter Arbeit aufgebaut haben, ihren Lebensabend in unterversorgten Institutionen, betreut von unterbezahlten Pflegern fristen müssen, berührt mich nun mal mehr als ein dumm herumstehender Hubschrauber oder Panzer.
ing793
@Musca:
es kann und darf nicht um "Wertigkeiten" gehen.
Ja, wir brauchen Krebsforschung.
Ja, wir brauchen Pfegekräfte.
Schulen und Universitäten hast Du übrigens noch vergessen.
Aber wir brauchen auch Straßen und Schienen, die Müllabfuhr und eben auch die Bundeswehr.
Und wir brauchen eine Wirtschaft, die das Geld verdient, mit dem dann das da oben alles bezahlt werden kann.
Das Eine tun, aber das Andere nicht lassen, anders geht es nicht.

"Wer mit 20 Jahren nicht Sozialist ist, der hat kein Herz, wer es mit 40 Jahren noch ist, hat kein Hirn." - Georges Clemenceau

Kein Hirn will ich Dir gar nicht unterstellen, Du scheinst also noch sehr jung für Dein Alter zu sein.
Zombijaeger
Es gibt genug Bereiche, wo man einsparen kann, aber die Bundeswehr ist schon kaputtgespart. Meine Vorschläge wären z.B. Politikerpensionen, Ehrensold, Stuttgart 21 und Co. , manche Subventionen / Steuervergünstigungen können weg, wie Subvention der Fleischproduktion: https://www.taz.de/!5113177/ oder Wegfall von Mehrwertsteuervergünstigungen für nichthaltige Produkte.
Musca
@Ing.
Auf die sinnreichen Zitate von Herrn Georges Clemenceau
möchte ich gerne mit Franz Kafka reagieren:
"Die Träumenden und die Wünschenden halten den feinereren Stoff des Lebens in Ihren Händen".
Musca
Original franz.: "L'homme qui n'a pas été anarchiste à seize ans est un imbécile. Mais c'en est un autre, s’il l’est encore à quarante."). Also bitte lieber Img, in Zukunft eine bessere Interpretation/ Übersetzung von Clemenceau.
ing793
Die wörtliche Übersetzung ist dann anscheinend eine andere - aber ich bin sehr zuversichtlich, dass die von mir hier eingebrachte Interpretation sehr genau widergibt, was Clemenceau zum Ausdruck bringen wollte.