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Noch Fragen?

Frage Nummer 3000132701 Gast

Wie sinnvoll ist schreiben nach Gehör?

Rächt sich jetzt von der SPD eingeführte Rechtschreibreform? Prominentes Beispiel ist eine Floristin der telefonisch der Text mitgeteilt, der auf Trauerschleife stehen sollte, der wurde prompt falsch aufgeschrieben.
Antworten (13)
Hefe
Vor vielen Jahren berichtete eine Frankfurter Zeitung, dass ein Kunde einen Operator suchte. Es war an Anfang der Internetzeit. Er gab die Anzeige telefonisch auf. In der Anzeige stand: Gesucht wird ein Oberräder (Oberrad ist ein Stadtteil von Frankfurt. Und heute wird immer noch gerätselt ob Goethe im heimischen Dialekt mehr Licht verlangte. Vielleicht wollte er nur sagen: Ich liege.
Deho
Das hat weder mit der Rechtschreibreform zu tun, noch mit dem Schreiben nach Gehör. Das war einfach ein Bildungsdefizit.
Cheru
Das fragliche Wort lautete "Verschissmuss". Schon das Doppel-s am Wortende deutet auf ein Bildungsdefizit hin.
solitude33
Nun bleibt mal ruhig.

Zitat: "Grund allen Übels soll ein Schreibfehler einer Blumenverkäuferin gewesen sein. Das bestätigte uns nun auch der Chef des Blumenladens, der den Kranz für die Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag gestaltet und geliefert hatte. Mündlich per Telefon, so Heinz Hartmann, sei der Auftrag für die Beschriftung der Schleife bei seiner Mitarbeiterin angekommen. „Sie hat es falsch aufgeschrieben und falsch durchgefaxt“, berichtet Hartmann."

Quelle: WAZ

Offensichtlich hat sich der Gebrauch digitaler Fernkommunikationsmittel noch nicht bis zur
SPD rumgesprochen.
Fiete11
"Sie hat es falsch aufgeschrieben und falsch durchgefaxt“, berichtet Hartmann."

Und schon sind wir wieder beim Bildungsdefizit, und zwar einem sehr ausgeprägten.

Wie dämlich muss/kann man sein, um so etwas "falsch" aufzuschreiben?
Kakman
Fiete11, bist Du nur dämlich oder
schläfst Du auch mal?
Fiete11
Du würdest gut zu der Blumenverkäuferin passen.
Cheru
Alle zeigen jetzt auf die arme Floristin. Es ist überhaupt nicht deren Job, sich mit Faschismus und Verschissmus zu befassen.

Die SPD hat das Problem durch einen mündlichen statt schriftlichen Auftrag initiiert und sucht jetzt woanders nach einem Schuldigen. Die Genossen haben sogar die Polizei alarmiert.

Der Drucker hätte den Unfug erkennen können und müssen, hat aber einfach geliefert.

Allein das Doppel-s am Wortende ist ein tatsächlicher Rechtschreibfehler und dem Blumenladen und der Druckerei anzulasten.
Deho
Lassen wir mal die Floristin und fragen den Gast, wie er darauf kommt, dass die Rechtschreibreform von der SPD eingeführt worden sein soll.
wokk
Cheru schrieb: Der Drucker hätte den Unfug erkennen können und müssen, hat aber einfach geliefert.
Nun, das war halt nur ein kleiner Drucker. Sein Schweizerdegen war wohl verbogen und der Duden offline.
Und da kann so etwas passieren!
ing793
Zitat: "Offensichtlich hat sich der Gebrauch digitaler Fernkommunikationsmittel noch nicht bis zur
SPD rumgesprochen"

Offensichtlich hat es sich noch nicht bis zur Tanke herumgesprochen, dass man Dinge, deren Gestaltung nicht im Katalog ankreuzbar ist, mündlich bespricht.
"Wie könnt ihr das machen, nehmen wir dies oder das, welche Schleifen in welcher Farbe und Größe und was sollen wir darauf schreiben"
Am liebsten mache ich so was vor Ort, aber wenn ich keine Zeit habe, dann eben per Telefon. Wie denn sonst?

Abgesehen davon: die Telefonistin hat es "per Fax" weitergeleitet. Das heißt, dass es mindestens noch einen zweiten Vollpfosten geben muss, der den Text manuell auf den Kranz übertragen hat.
Das Wort "Faschismus" nicht zu kennen, ist keine Frage der Rechtschreibung. Sondern ein Zeichen von Bildungsferne im Parsec-Bereich.

Ich zitiere bei sowas gerne: "vermute keine böse Absicht, wenn auch Dummheit in Frage kommt". Aber in diesem Fall hätte die Dummheit bereits Einstein'sche Dimensionen, was mich ein wenig zweifeln lässt.
Sockensuppe
Die Floristin könnte doch auch eine Ausländerin sein, die nicht gut deutsch kann. Oder ist klar, dass es eine Muttersprachlerin ist?
Fiete11
"Das Wort "Faschismus" nicht zu kennen, ist keine Frage der Rechtschreibung. Sondern ein Zeichen von Bildungsferne im Parsec-Bereich."

Genau so sehe ich das auch. Es hat niemand verlangt, dass sich die Blumenverkäuferin mit Faschismus befasst.

Es soll jetzt auch kein Herumhacken ohne Ende auf der armen Frau werden. Aber eine Basis an Allgemeinbildung sollte vorhanden sein. Und dazu gehört, das Wort Faschismus zu kennen und zu erkennen, dass es das Wort Verschissmuss nicht gibt.