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Noch Fragen?

Frage Nummer 3000028904 Gast

wir wollen heiraten aber einen Doppelnamen für unsere Kinder

In welchem Land müssen wir heiraten damit unsere Kinder im Nachnamen einen Doppelnamen tragen dürfen und es in Deutschland anerkannt wird?
Antworten (23)
elfigy
Am besten wäre doch ein Doppel-Doppel-Namen
Chantal Jasmine Müller-Wipperfürth Leutheuser- Schnarrenberger oder so.
ing793
es ist völlig Pumpe, wo Ihr heiratet. Die einzige Möglichkeit, dass das Kind einen Doppelnamen bekommt ist, dass dieser in der Geburtsurkunde eingetragen ist, und das wird er nicht in D.
Ihr müsst Euch also irgendein Dritte-Welt-Land suchen, wo man mit 100$ bestimmen kann, was in ein amtliches Dokument eingetragen wird und Euer Kind dort zur Welt bringen.
Bodoni
Es gibt Länder (Dritte Welt natürlich weil abweichend von deutschen Gesetzen) in denen man sich jeden Namen geben kann, den man will. Auch den Nachnamen.
Schweden zB.
Um es in D anerkennen zu lassen, dazu benötigt es Zeit und Geduld. Es ist nicht unmöglich.
Das beste wäre, wenn das Kind in Schweden oder einem anderen Dritte Welt Land geboren würde.
Das hat aber mit Hochzeit nichts zu tun.
ing793
ok Paul, das mit der Dritten Welt war polemisch.
Es ist aber korrekt, dass ein Doppelname für das Kind dann und nur dann anerkannt wird, wenn er in der Geburtsurkunde steht.
Gast
warum muß ein Kind mit einem Doppel- /Mehrfachnamen bestraft werden?
bh_roth
Warum soll es das Kind in der Schule einfacher haben als die Eltern?
elfigy
Jedes Elternteil muß sich verewigen und möglichst alle Oppas und Ommas noch dazu.
Der Gesetzgeber hat sich schon was gedacht, daß er das untersagt hat.
Ich rauch jetzt noch eine zweite Ziggi, da unten ist ein Mordsgeschrei.
kiko
Habe in meiner Klasse einen Jungen mit Doppelnamen (in NRW). Der Vater ist Spanier, die Mutter Deutsche. Der Junge wurde in Spanien geboren. Also auf zur Geburt nach Spanien!

Aber vielleicht ist das ja auch nur ein Sonderfall, weil 2 Nationalitäten beteiligt sind.
machine
Mein zweiter Vorname ist Windows. Kann ich dagegen klagen? @The Nichtskönners, auch Admins genannt: Bekommt Ihr Error 500 noch in diesem Jahrtausend gebacken? Von Tätigkeiten, die man nicht versteht, sollte man die Finger lassen, Ihr Stümper.
Amos
Da die Eltern sich bei der Wahl des Namens ihres Nachkömmlings bereits Probleme bereiten, bin ich skeptisch, ob die Geschichte positiv ausgeht.
machine
Amos, sei bitte nicht so pessimistisch. Es gibt durchaus Kinder, welche ihre Eltern klaglos ertragen.
Amos
Chantal-Therèse Szymansky
elfigy
Ich vermute mal, das ist diese Sorte Eltern, die auf Elternabenden immer unter dem Pukt "Verschiedenes" eine endlose, fruchtlose Debatte um Kaisers Bart anzetteln.
machine
"um des Kaisers Bart
elfigy
Oberlehrer
machine
Angenehm.
Gast
da habe ich aber auch noch eine Frage? worum ging es noch, heute Abend?
elfigy
ummen Kaiser sein Bart
Bodoni
ing793
Deine Annahme bezüglich des Eintrages in die Geburtsurkunde möchte ich erweitern.

In zivilisierten Ländern wie Schweden und Australien hat jeder Mensch ein Recht darauf, seinen eigenen Namen zu wählen, und nicht sein ganzes Leben lang mit einem Namen herumzulaufen, der ihm von irgend einer Behörde aufgestempelt wurde.
Ich kannte mal einen, der hieß Elvis Presley (nein, nicht The King, der war schon tot), ganz offiziell. Niemand fand das komisch, denn ein Mensch hat das Recht auf seinen eigenen Namen.

Wie das geht?
Auf zum Standesamt, Formular ausfüllen, dass man seinen jetzigen Namen aufgibt, und dafür einen neuen annimmt. Dauert keine halbe Stunde, Gebühr bezahlen und man bekommt eine Urkunde in der der neue Name bescheinigt wird.

Das mag für Menschen, die sich vor dem Gessler-Hut verbeugen unglaublich klingen, es ist aber Tatsache.

Das mit der Namensänderung gibt es auch in Deutschland. Selbst Herbert Ernst Karl Frahm hatte seinen Namen in Willy Brandt geändert und wurde damit Bundeskanzler von 1969 bis 1974.
ing793
@Bodoni: vielen Dank für Deine Erweiterung.
Die Informationen sind mir durchaus bekannt. Ich weiß auch, dass -botanisch gesehen- die Erdbeere zu den Nüssen zählt.
Beides hat vergleichbar viel mit der Fragestellung zu tun, daher hatte ich es nicht weiter erwähnt.
Bodoni
ing793
die Frage war »In welchem Land müssen wir heiraten ...«
Wie du genau so wie ich weiß, ist es fast unerheblich, in welchem Land man heiratet, sofern ein bilaterales Abkommen zwischen den Ländern besteht.
In Deutschland ist – wie du richtig erwähntest – die Geburtsurkunde für die Namensgebung wichtig, das ist aber nicht überall so, und auch nicht zwingend in Deutschland.

In Deutschland kann man seinen Namen ändern. Frauen ja sowieso wenn sie heiraten und dann geschieden werden, wieder zurück. Aber vor dem Gesetz sind das ja nur Frauen, und die zählen wenig.

Ich kenne einen Fall, den ich hautnah miterlebt habe:
Ein junger Deutscher wanderte aus nach Australien. Dort nahm er die Australische Staatsbürgerschaft und einen neuen Namen an.
Dann lernte er eine deutsche Touristin kennen. Liebe und alles. Heirat in Watsons Park, alles sehr romantisch. Heiratsurkunde mit dem Namen des Ehemannes. Damit ist sie zum Generalkonsulat in Sydney gegangen, und hat einen neuen Pass beantragt. Kein Problem, kommt ständig vor.

Zurück nach Deutschland zu seinem ehemaligen Ortsamt, dort kannten sie ihn noch nach 8 Jahren.
Papiere vorzeigen und alles. »Ich möchte den Namen meiner Frau als Familiennamen annehmen«.
»Das ist ja interessant, solch einen Fall hatten wir noch nie. Ich muss mich beraten, können Sie morgen Nachmittag wiederkommen?«
Er ging wieder hin, und man sagte ihm, dass sein Antrag bewilligt wurde. Er könne einen neuen Personalausweis und Reisepass beantragen. Und kurze Zeit später hatte er beide Ausweise mit seinem richtigen Namen, und nicht einem Namen, den man ihm kurz nach seiner Geburt aufgestempelt hatte.

Und was elfigy angeht
»der Gesetzgeber hat sich etwas dabei gedacht« na klar, was denn wohl?
ing793
@Bodoni: Du sprichst hier die ganze Zeit über den mündigen Menschen, der seinen eigenen Namen wählen möchte und das in verschiedenen Ländern (mit gewissen Einschränkungen auch in D) auch kann.
Ich unterstütze die grundsätzliche Möglichkeit, das zu tun, halte es aber für falsch, dass jederzeit und ohne Begründung tun zu dürfen. Aber das kann man ja verschieden sehen.
Hier aber sollen unmündige Kinder (wobei mir erst jetzt auffällt, dass die eventuell bereits existieren) einen Namen aufgepfropft bekommen. Und da sage ich: wenn die Eltern unbedingt wollen, dass sie und ihre Kinder den gleichen Nachnamen tragen, dann sollen sie sich gefälligst auf einen von beiden Nachnamen einigen!!! Dann geht das nämlich völlig ohne Probleme für alle Seiten.
Bodoni
ing793
da sind wir beide zu 50% einer Meinung.
Und das bedeutet bei dir ja schon viel *hüstel*