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1. Mai in Hamburg und Berlin: Polizei erwartet weniger Krawalle

Vermummte Steineschmeißer, eingeschlagene Fenster: Randalierer beherrschen das Bild am 1. Mai - vor allem in Hamburg und Berlin. Die Gewalt nahm in den vergangenen Jahren allerdings ab.

In Hamburg werden mehr als 1000 Teilnehmer zur "Revolutionären 1. Mai"-Demonstration im Schanzenviertel unter dem Motto "Hamburg sieht rot" erwartet

In Hamburg werden mehr als 1000 Teilnehmer zur "Revolutionären 1. Mai"-Demonstration im Schanzenviertel unter dem Motto "Hamburg sieht rot" erwartet

Ein Randale-begeisterter Demonstrant hat kurz vor dem 1. Mai die Wahl. In Hamburg könnte der politische Streit um das linke Kulturzentrum Rote Flora wie schon im Dezember eskalieren und zu Krawallen führen. In Berlin-Kreuzberg fliegen schon seit 1987 regelmäßig Steine und Flaschen in der Mainacht. Fast könnte man meinen, hanseatische und preußische Randalierer wollten sich Konkurrenz machen. Allerdings überwiegen in diesem Jahr die guten Nachrichten für Polizei und friedliche Demonstranten. Der Trend der letzten Jahre geht zu immer weniger Gewalt. Und die Aufsplitterung der autonomen Szene auf zwei Städte könnte für zwei kurze, kleinere Krawalle sorgen statt zu einer schweren Straßenschlacht zu führen.

Polizei will Ausbrüche schnell ersticken

Eine Tendenz in Berlin gaben bereits eine NPD-Demonstration und entsprechende Gegenkundgebungen der linken Szene am Samstagnachmittag vor. Einige tausend Menschen blockierten und verhinderten einen Marsch von 100 Neonazis durch den links alternativen Stadtteil Kreuzberg. Obwohl die große Mehrheit friedlich eingestellt war, konnte die Polizei Gewaltausbrüche am Rand nicht verhindern. Radikale Protestierer griffen Polizisten mit Stein- und Flaschenwürfen an. Sie zündeten Rauchbomben und warfen Böller. Die Polizei sprühte im Gegenzug Pfefferspray und nahm rund ein Dutzend Randalierer fest.

Ähnliches ist nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden auch am Abend des 1. Mai zu erwarten, sowohl in Berlin als auch in Hamburg: Einzelne Gewaltausbrüche, die schnell erstickt werden - aber keine schweren Krawalle. "Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass es so verläuft wie in den letzten Jahren", sagte der Hamburger Polizeisprecher Mirko Streiber.

Berlin: 10.000 Demonstranten, 7000 Polizisten

Die heftigen Ausschreitungen im Dezember bei einer Demonstration für den Erhalt des linken Kulturzentrums "Rote Flora" und der Esso-Häuser an der Reeperbahn seien dagegen nicht vergleichbar. "Da gab es eine ganz andere Konstellation als jetzt", sagte Streiber. Die Szene habe "bundesweit bis europaweit" mobilisieren können, und es hätten keine Parallelveranstaltungen in verschiedenen Städten stattgefunden wie nun am 1. Mai.

In Berlin wollen am Abend des 1. Mai rund 10.000 Demonstranten durch Kreuzberg ziehen. 7000 Polizisten aus zehn Bundesländern sind im Einsatz. In Hamburg werden mehr als 1000 Teilnehmer zur sogenannten Revolutionären 1. Mai-Demonstration im Schanzenviertel unter dem Motto "Hamburg sieht rot" erwartet. Die Polizei dürfte mit rund 1600 Leuten in ähnlicher Stärke vertreten sein wie im Vorjahr.

Gerichte verhängten zuletzt harte Strafen

Der Rückgang der Gewalt in den vergangenen zehn Jahren hat viele Gründe: Die Polizei ist inzwischen taktisch besser aufgestellt. In Berlin etwa spricht sie schon Monate vor dem 1. Mai mit Schülern und jungen Erwachsenen über die Gewaltproblematik. In der kritischen Nacht hält sie sich anfangs zurück. Fliegen erste Steine, nehmen Eingreiftrupps gezielt Randalierer fest, statt wie früher ungezielt in die Menge zu stürmen. Auch Gerichte verhängten zuletzt nach dem 1. Mai harte Strafen.

In Berlin sind zudem Glasflaschen und Autos, die angezündet werden könnten, weiträumig verbannt. Und nicht zuletzt: die gewaltbereiten Linksautonomen haben Nachwuchssorgen. Harte Straßenschlachten sind auch bei sehr linken jungen Menschen ein Relikt aus früherer Zeit. Oder wie es der Berliner Innensenator Frank Henkel (CDU) ausdrückt: "Die Entwicklung lässt mich hoffen, dass es uns irgendwann gelingt, das Gewaltritual ganz zu durchbrechen."

fme/DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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