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Afghanistan Neuer Anschlag fordert 19 Menschenleben


Die Welle der Anschlägen in Afghanistan ebbt nicht ab. Auch am Mittwoch explodierte eine Bombe im Süden des Landes. Zahlreiche Menschen starben bei dem Angriff auf einen Kleinbus.

Bei einem Bombenanschlag auf einen Minibus sind im Süden Afghanistan mindestens 19 Zivilsten ums Leben gekommen, darunter Frauen und Kinder. Das Fahrzeug befand sich am Mittwoch auf einer Straße in der Provinz Helmand und wurde von einem Sprengsatz getroffen, wie die Polizei mitteilte. Die Behörden machten die radikal-islamischen Taliban für die Tat verantwortlich.

Am Vortag waren bei zwei Anschlägen auf schiitische Muslime in der Hauptstadt Kabul und im nordafghanischen Masar-i-Scharif mehr als 60 Menschen getötet worden. Zu den Taten hatte sich die aus Pakistan stammende sunnitische Extremistengruppe Lashkar-e-Jhangvi al-Alami bekannt. Die Taliban hatten jede Verantwortung bestritten.Politiker sprachen von einer neuen Form des Blutvergießens. Es war der schlimmste Ausbruch religiös motivierter Gewalt seit dem Sturz der Taliban.

Am Mittwoch wurden die ersten Anschlagsopfer beerdigt. Im Westen von Kabul reihten sich hunderte Menschen in einen Trauerzug für zwei der Getöteten ein. "Gott ist groß", riefen die Trauernden auf dem Weg zum Friedhof. Nach Polizeiangaben verliefen die Trauerzüge zunächst friedlich. Noch am Mittwoch will der afghanische Präsident Hamid Karsai zudem Überlebende im Krankenhaus besuchen. Er hatte wegen der Anschläge einen geplanten Besuch in Großbritannien abgesagt und war nach der Afghanistan-Konferenz in Deutschland vorzeitig nach Kabul zurückgekehrt, um sich mit Sicherheitsvertretern zu treffen.

DPA/Reuters/AFP DPA Reuters

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