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Rotterdamer Hafen Als Holzkohle getarnt: Behörden stellen Kokain im Wert von bis zu 35 Millionen Euro sicher

Hafen Rotterdam
Die Beamten hätten die fraglichen Container über mehrere Wochen im Rotterdamer Hafen beobachtet
© Peter Dejong / AP / DPA
Circa eine halbe Tonne Kokain – als Holzkohle getarnt und in Säcken versteckt – wurde Behördenangaben zufolge im Rotterdamer Hafen gefunden. Das eigentliche Ziel: Irland.

Fast eine halbe Tonne Kokain im Wert von mehr als 35 Millionen Euro soll im Rotterdamer Hafen von den Behörden sichergestellt worden sein. Dabei seien die Drogen gut versteckt gewesen – unter rund 2.000 Säcken voller Holzkohle.

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Schmuggler gaben Ladung auf

Das Kokain sei Medienberichten zufolge bereits vor einigen Wochen in Europas größtem Hafen angekommen – das eigentliche Ziel: Irland. In der Hoffnung, die Drahtzieher zu stellen, hätten die Beamten die beiden fraglichen Container zunächst länger beobachtet. Der "Irish Times" zufolge hätten die Schmuggler die Ladung aufgegeben, als sie merkten, dass sie überwacht wurden. Die Zeitung bezog sich dabei auf Polizeiquellen. 

Vor wenigen Tagen sei das Rauschgift schließlich unter Bewachung der irischen Marine vom Dubliner Hafen an Land gebracht worden. Das Kokain sei zuvor von der irischen Nationalpolizei, der Garda Síochána, in Zusammenarbeit mit der niederländischen Polizei, dem Finanzamt und Verteidigungskräften beschlagnahmt worden. Die Marine hatte den Transport der Container nach Irland begleitet. 

Dank Drogenspürhunden und mobilen Röntgenscannern sei die vermeintlich harmlose Ladung aufgeflogen. Laut einer Erklärung, die die Garda Síochána am Mittwoch auf Facebook veröffentlichte, gehen die Behörden davon aus, dass eine "organisierte Verbrechergruppe" hinter der Einfuhr des Kokains aus Südamerika nach Europa steckt.

Womöglich größter Drogenfund der irischen Geschichte

Dem Bericht zufolge wurde das Kokain mit einer raffinierten Methode behandelt, bei der die Drogen mit Kohlenstoff gemischt und als Holzkohle getarnt wurden, was den Geruch unterdrücke.  

Die irische Polizeibehörde spricht von einem Straßenverkaufswert von bis zu 35 Millionen Euro. Es werde jedoch mindestens noch einige Tage dauern, bis das Kokain aus der Holzkohle vollständig extrahiert sei. Laut "Irish Times" sei dies auch deshalb aufwendig, weil die Ladung sowohl echte als auch gefälschte Kohle beinhalte. Bestätige sich die Vermutung, wäre dies einer der größten Drogenfunde der irischen Geschichte.

Laut John O'Driscoll von der Garda Síochána habe der Fund eine "bedeutende internationale Dimension und unterstreicht erneut die Bedeutung der Zusammenarbeit innerhalb der Strafverfolgungsbehörden in Europa und darüber hinaus".

Quellen: Garda Síochána auf Facebook; "BBC"; "The Irish Times"

yks

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