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Amazonas-Brände Modehäuser stoppen Lederimporte aus Brasilien



Das Amazonasgebiet wird derzeit von verheerenden Waldbränden erschüttert. Grund für die Brände sind neben der anhaltenden Dürre die zum Teil illegalen Rodungen zugunsten der Viehzucht und des Sojaanbaus. Seit Amtsantritt von Präsident Jair Bolsonaro hat sich die Zerstörung des Regenwaldes dramatisch erhöht. Nach Angaben des Klimainstituts Inpe stieg der Anteil im Juli um 278 Prozent im Vergleich zu den Vorjahresmonaten. Die schwedische Modekette H&M zieht nun Konsequenzen. Das Unternehmen will vorübergehend auf Lederimporte aus Brasilien verzichten. Allerdings stamme ein Großteil des verwendeten Leder ohnehin aus Europa. „Das Verbot bleibt so lange in Kraft, bis es glaubhafte Garantiesysteme gibt, dass das Leder nicht zu Umweltschäden im Amazonasgebiet beiträgt“, heißt es in einer Erklärung der Modekette. Auch Bekleidungshersteller wie Vans oder Timberland wollen vorerst die Einfuhr Leder brasilianischer Herkunft einstellen. Doch eindämmen werden die gut gemeinten Bemühungen die Waldsterben kaum. Bolsonaro sieht das Amazonasgebiet als ökonomische Seele Brasiliens. Der Staatschef hatte angekündigt, Strafen für Umweltdelikte zu reduzieren, Kontrollen zu verringern. Wirtschaftliche Interessen stehen für Bolsonaro im Vordergrund. Dazu zählt auch die Freigabe von Ureinwohner-Reservaten zugunsten des Bergbaus. Der Amazonasregenwald produziert etwa ein Fünftel des Sauerstoffs auf der Erde. 60% des Regenwaldes befindet sich in Brasilien. Mit seiner destruktiven Umweltpolitik steht Staatschef Bolsonaro international in der Kritik.
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Das Amazonasgebiet wird derzeit von verheerenden Waldbränden erschüttert. Die schwedische Modekette H&M zieht nun Konsequenzen. Das Unternehmen will vorübergehend auf Lederkäufe aus Brasilien verzichten.

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