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Aosta-Tal: Mutter und ausgesetzte Kinder bald zurück

Die drei in einer Pizzeria in Italien zurückgelassenen Kinder sollen noch am Freitag zusammen mit ihren Großeltern nach Deutschland zurückkehren. Die Mutter fährt offenbar ebenfalls zurück in die Heimat und bleibt wohl auf freiem Fuß.

Die drei in einer Pizzeria in Italien zurückgelassenen Kinder sollen noch am Freitag zusammen mit ihren Großeltern nach Deutschland zurückkehren. Die Geschwister würden an Mitarbeiter des Jugendamtes von Olpe und die Eltern ihrer Mutter übergeben, teilte die Polizei in Aosta mit.

Die Staatsanwaltschaft Siegen will nach dem Auffinden der Mutter und ihres Freundes unterdessen Haftbefehl gegen den geflüchteten Häftling beantragen. Der zuständige Staatsanwalt teilte am Freitag mit, man werde dazu mit den italienischen Behörden in Verbindung treten. Wenn der 24-Jährige dem nicht widerspreche, könne er relativ schnell wieder nach Deutschland gebracht werden.

Gegen die Mutter der Kinder bestehe dagegen kein Haftbefehl. Gegen sie läuft in Deutschland ein Ermittlungsverfahren. Nach Angaben der italienischen Polizei wird die 26-Jährige derzeit von der Fürsorge betreut und befindet sich auf freiem Fuß. Dem Anwalt des Paares zufolge wollte sie am Freitag ebenfalls nach Deutschland zurückkehren.

Die Mutter und ihr Freund, ein aus dem Gefängnis Senne geflüchteter Häftling, hatten die Kinder der Frau im Alter von unter einem Jahr, vier und sechs Jahren nach einem gemeinsamen Essen am Sonntag in einer Pizzeria im Aosta-Tal zurückgelassen und waren spurlos verschwunden.

Am Donnerstag waren die beiden in einem Außenbezirk der Stadt Aosta gefunden und zur Vernehmung ins Polizeipräsidium gebracht worden. Das Amtsgericht Lennestadt hatte am Dienstag auf Antrag des Jugendamts des Kreises Olpe der Mutter das Sorgerecht entzogen. Mitarbeiter des Jugendamts waren am Donnerstag nach Italien aufgebrochen, um die Kinder nach Deutschland zurückzuholen.

AP / AP