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Barbara Bush: Kaffee da, Handy weg

Da scheint der Secret Service geschlafen zu haben: Nach einem Bummel über den Antiquitätenmarkt von Buenos Aires wollte Präsidententochter Barbara Bush in einer Bar verschnaufen. Dort schlug die große Stunde eines Taschendiebes.

Barbara Bush (24), eine der beiden Zwillingstöchter von US-Präsident George W. Bush, ist in Argentinien Opfer von Taschendieben geworden. Die Räuber erleichterten sie um Handy und Handtasche. Wie die Zeitung "La Nación" am Mittwoch unter Berufung auf Regierungskreise in Argentinien berichtete, konnten vier Beamte des US-Geheimdienstes die Tat am Sonntag im Künstler- und Tango-Viertel San Telmo in Buenos Aires nicht verhindern, weil sie einfach nichts bemerkten.

Barbara saß den Angaben zufolge gegen 14 Uhr an einem Tisch einer Bar vor der Plaza Dorrego, wo es an jedem Sonntag einen von Touristen viel besuchten, malerischen Antiquitätenmarkt gibt. Sie habe ihre Tasche unter dem Tisch auf den Boden gelegt. Irgendwann hätten zwei Taschendiebe das Durcheinander der Touristenmassen für ihre Zwecke ausgenutzt. Sie seien weder von Barbara noch von den in etwa 40 Meter Entfernung stehenden Geheimdienstbeamten bemerkt worden.

Regierungssprecher in Argentinien erklärten, man sei offiziell nicht vom Besuch der Bushtochter informiert worden. Einige Medien in Argentinien und in den USA berichteten unterdessen, die Bush-Tochter halte sich wegen Studien seit dem 4. November in der argentinischen Hauptstadt auf.

"Sonntag ist in San Telmo wirklich ein Problemtag. Wegen der vielen Touristen treiben besonders viele Profitaschendiebe hier ihr Unwesen", erklärte ein Restaurantbetreiber des Stadtviertels.

Das Weiße Haus vermeidet Presserummel um Bush-Töchter

Das Weiße Haus wollte nach argentinischen Medienangaben den Zwischenfall vorerst weder bestätigen noch dementieren. Das Präsidentenpaar versucht in der Regel, die Medien von den Töchtern fern zu halten. Die Zwillinge hatten vor allem als Teenager wegen ihres Partylebens für Schlagzeilen gesorgt.

DPA / DPA