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Bootsflüchtlinge in Spanien Illegale Einwanderung so stark wie nie


Die Zahl der Bootsflüchtlinge nach Spanien ist wieder gestiegen. Allein heute wurden rund 500 illegale Zuwanderer wurden geborgen. Grund dafür seien die besser gesicherten Grenzanlagen vor Nordafrika.

Der Zustrom von Bootsflüchtlingen nach Spanien reißt nicht ab. Wie der Seenotrettungsdienst mitteilte, wurden vor der Südküste rund 500 Afrikaner geborgen. Sie hatten mit etwa 50 Booten die Meerenge von Gibraltar überquert. Darunter waren auch 15 Kinder und Jugendliche. Bereits am Vortag waren fast 300 Flüchtlinge angelandet - es war der bis dahin größte Zustrom seit vier Jahren. Der Ansturm überraschte die spanischen Behörden, nachdem die Zahl der Bootsflüchtlinge in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen war.

Die regierende Volkspartei (PP) erklärte die plötzliche Zunahme damit, dass die Grenzanlagen in den spanischen Nordafrika-Exklaven Ceuta und Melilla besser abgesichert seien. Daher unternähmen illegale Zuwanderer nun wieder den Versuch, mit Booten spanisches Gebiet zu erreichen. In Melilla versuchten rund 700 Afrikaner, von Marokko aus die Grenzzäune zu überwinden. Nach Angaben der Polizei gelangten 30 auf spanisches Gebiet. Die übrigen wurden von den Grenzbeamten zurückgedrängt.

yps/DPA DPA

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