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Commonwealth-Charta: Queen setzt sich gegen Diskriminierung ein

Zu den 54 Commonwealth-Staaten gehören so unterschiedliche Länder wie Ghana, Neuseeland, Kanada oder Tonga. Erstmals einigten sie sich jetzt auf eine Charta gegen Diskriminierung.

Kritiker sagten, dass sich die Commonwealth-Staaten mit dem Papier nicht ausdrücklich gegen Diskriminierung von Homosexuellen aussprechen

Kritiker sagten, dass sich die Commonwealth-Staaten mit dem Papier nicht ausdrücklich gegen Diskriminierung von Homosexuellen aussprechen

Die britische Königin Elizabeth II. hat zum Commonwealth-Tag ein Bekenntnis gegen Diskriminierung in den Ländern des Staatenbundes abgelegt. In der bereits von den 54 Mitgliedern verabschiedeten Charta zu Demokratie und Menschenrechten, die der Queen am Montag zur Unterschrift vorgelegt wurde, heißt es unter anderem: "Wir stehen unerbittlich gegen alle Formen der Diskriminierung, ob diese nun in Geschlecht, Abstammung, Hautfarbe, Glauben, politischer Überzeugung oder anderen Gründen wurzeln."

Kritiker monierten am Montag, dass sich die Commonwealth-Staaten mit dem Papier - dem ersten seiner Art - nicht ausdrücklich gegen Diskriminierung von Homosexuellen aussprechen.

In einer vorab aufgezeichneten und veröffentlichten Rede erklärte die Queen: "Unsere gemeinsamen Werte wie Frieden, Demokratie, Entwicklung, Gerechtigkeit und Menschenrechte, die sich in der neuen Commonwealth-Charta finden, legen einen besonderen Schwerpunkt darauf, jeden miteinzubeziehen, vor allem die Schwächsten."

Die Queen ist Oberhaupt des Staatenbundes. Der Commonwealth-Tag wird jährlich im März gefeiert. Eigentlich hatte die 86-Jährige dazu nach einer Krankheit wieder ihre Arbeit aufnehmen wollen. Einen Gottesdienst in der Westminster Abbey am Nachmittag musste sie jedoch absagen. Sie erhole sich weiter von einer Magen-Darm-Grippe, hieß es vom Palast. Am Abend wurde Elizabeth II. jedoch zu einem Empfang erwartet.

vale/DPA/DPA

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