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Covid-19-Pandemie Wie in Italien: Menschen in Deutschland applaudieren den Corona-Helfern


Am Dienstagabend haben sich in verschiedenen deutschen Städten Menschen auf ihren Balkonen versammelt und für alle Helfenden in der Corona-Krise geklatscht. Vorbild für die Aktion waren Italien und Spanien. 

In der Dunkelheit waren sie kaum zu sehen, aber ihr Klatschen war unüberhörbar: In verschiedenen Städten Deutschlands, wie Köln, Berlin, Hamburg und Lepizig, applaudierten Menschen am Dienstagabend gegen 21 Uhr den Coronahelfern. Sie wollten vor allem Ärzten, Krankenpflegern und Sanitätern, aber auch Kassierern, Verkäufern, Lehrern und anderen ihre Dankbarkeit in dieser schwierigen und stressigen Zeit zeigen. Zuvor hatten Medien wie zum Beispiel Radio Köln und RTL, aber auch Privatpersonen in den sozialen Netzwerken dazu aufgerufen. 

Vorbild für die Aktion waren Italien und Spanien. Dort hatten sich bereits in den vergangenen Tagen Menschen auf ihren Balkonen versammelt und für die Helfer in der Krise geklatscht. Aus Italien gingen sogar Videos von singenden und gemeinsam auf ihren Balkonen musizierenden Menschen um die Welt. Damit bewiesen die Italiener, dass sie auch in den schlechtesten Zeiten nach vorne blicken und versuchen, zusammenzuhalten. Viele hängten zusätzlich Poster an ihre Balkone, auf denen auf Italienisch "Alles wird gut" zu lesen war. 

Menschen stehen auf ihren Balkonen in Italien und klatschen
Die Italiener wurden zum Vorbild: Sie waren die ersten, die den Helfern in der Corona-Krise applaudierten
© David Ramos / Getty Images

Ein Applaus, der um die Welt geht

Auch in Paris und Amsterdam beteiligten sich am Dienstagabend Menschen an dem andauernden Applaus. Der demonstrierte Zusammenhalt sorgte weltweit für Begeisterung. Einige Nutzer kritisieren unter den Videos jedoch, dass sich noch immer zu viele Bürger draußen in Gruppen aufhielten und sich nicht an die Bitte vieler Ärzte und Pfleger hielten.

Sie fordern inständig dazu auf, zu Hause zu bleiben und soziale Kontakte bis hinein in das familiäre Umfeld einzuschränken. Andernfalls könnten die Leute auch unwissentlich weitere Risikopatienten anstecken. Wenn sich nicht mehr Menschen daran halten und zu viele zeitgleich erkranken, droht das Gesundheitssystem zu kollabieren. Deutsche Krankenhäuser bereiten sich bereits auf das Schlimmste vor. Gerade in Zeiten wie diesen ist es umso wichtiger, zusammenzustehen. 

ame

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