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"Costa-Concordia"-Prozess Unglücks-Kapitän droht wegen Fluchtgefahr die Festnahme


Der ehemalige Kapitän Francesco Schettino wurde nach dem Unglück der "Costa Concordia" zu 16 Jahren Haft verurteilt - und ging in Berufung. Weil Fluchtgefahr besteht, soll er nun festgenommen werden.

Zehn Tage nach der Verurteilung wegen des "Costa-Concordia"-Unglücks hat die Staatsanwaltschaft die Festnahme von Ex-Kapitän Francesco Schettino beantragt. Es bestehe Fluchtgefahr, erklärte die Behörde im toskanischen Grosseto am Samstag laut Nachrichtenagentur Ansa.

Schettino war am 11. Februar wegen der Havarie des Kreuzfahrtschiffes mit 32 Toten zu 16 Jahren Haft verurteilt worden. Da er aber in Berufung geht, blieb er aber auf freiem Fuß. Das Gericht in Grosseto hatte bei der Urteilsverkündung die sofortige Festnahme abgelehnt.

Das Kreuzfahrtschiff war am 13. Januar 2012 mit mehr als 4200 Menschen an Bord vor der italienischen Insel Giglio auf eine Felsen gefahren und gekentert. Unter den Toten waren zwölf Deutsche.

Schettinos Anwälte hatten einen Freispruch gefordert, die Staatsanwaltschaft 26 Jahre und 3 Monate Haft. Die Richter verurteilten ihn nun auch zu fünf Jahren Berufsverbot und dem lebenslangen Verbot, öffentliche Ämter auszuüben. Das Gericht machten den 54-Jährigen auch für das Herbeiführen einer Havarie und das vorzeitige Verlassen eines Schiffes während der Evakuierung verantwortlich.

mka/DPA DPA

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