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Umstrittenes Modellprojektes Debatte um Muezzin-Ruf hält an: "Passt einfach nicht zu Köln"

Sehen Sie im Video: Debatte um Muezzin-Ruf hält an – "Passt einfach nicht zu Köln".




In Köln dürfen Moscheen ihre Gläubigen im Rahmen eines Modellprojektes künftig zum Gebet rufen. Möchte eine Moscheegemeinde davon Gebrauch machen, muss sie dies bei der Stadt beantragen. Zudem müssen gewisse Auflagen eingehalten werden. Die Ankündigung des Modellprojektes hat bundesweit zu einer kontroversen Diskussion geführt. Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, sieht darin ein Zeichen des Respekts: "Ich denke, es ist ein Zeichen der Vielfalt, auch ein Zeichen der Toleranz, die man hier zum Ausdruck bringt. Gleichsam macht man deutlich, dass auch in vielen anderen westlichen Metropolen inzwischen der Gebetsruf zu hören ist, ebenso wie Kirchenglocken in vielen Teilen der muslimischen Welt selbstverständlich ist. Ich glaube, man gleicht sich ein Stückweit an." In der Domstadt selbst gingen am Freitag die Meinungen weit auseinander. O-TON BERNHARD SPIEGELHALTER: "Wenn es jetzt nicht zu Schlafenszeit ist. Die Diskussion um Kirchenglocken, die kennt man ja auch, aber sonst finde ich das, wenn hier viele muslimische Menschen sind, finde ich das in Ordnung." O-TON MARGRID ENGEL: "Ich persönlich finde es nicht gut. Es passt einfach nicht zu Köln. Das ist meine Meinung." In Köln gibt es mehr als 30 Moscheegemeinden. Nach lokalen Medienberichten hatte bis Donnerstagabend noch keine von ihnen die Teilnahme an dem Modellprojekt beantragt. Aber, was noch nicht ist, das kann bald noch kommen. Denn dafür ist das Modellprojekt ja da.
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Im Rahmen eines Modellprojekts dürfen in Köln die Moscheen ihre Gläubigen zum Gebet rufen. Die Ankündigung hat bundesweit zu einer kontroversen Diskussion geführt. Unter den Bürgern gehen die Meinungen auseinander.

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