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Ermorderter US-Journalist: Digitale Trauer um Jim Foley

Freunde und Kollegen von Jim Foley trauern auf einer Internetseite öffentlich um den von Terroristen ermorderten Journalisten. Nach dem Mörder wird derweil auch mithilfe von Musik ermittelt.

Nach der Trauerfeier in der Kirche verlagert sich das MItgefühl jetzt ins Internet. Freunde und Kollegen bieten auf "Remembering Jim" Platz zur Anteilnahme an.

Nach der Trauerfeier in der Kirche verlagert sich das MItgefühl jetzt ins Internet. Freunde und Kollegen bieten auf "Remembering Jim" Platz zur Anteilnahme an.

Remembering Jim steht auf den Zetteln, die Männer, Frauen und Kinder ihren Kameras entgegen strecken. Gemeinsam erinnern sie so an den von Dschihadisten ermordeten James Foley. Freunde und Kollegen des US-Journalisten haben die digitale Kondolenzliste ins Internet gestellt.

Jeder der möchte, kann Fotos, Texte oder Videos per Mail einreichen und sich so an der Aktion beteiligen. Auch Peter Bouckaert, Krisenkoordinator bei „Human Rights Watch“, zeigte sein Mitgefühl mit einem Foto – und forderte per Twitter andere auf, es ihm gleich zu tun.

Rapper als Hauptverdächtiger

Zuvor hatten seine Eltern im Internet den letzten Brief ihres Sohnes veröffentlicht, der angeblich von den Entführern konfisziert worden sei. Foley soll darum einen Mithäftling gebeten haben, den Brief auswendig zu lernen und seinen Eltern den Inhalt mitzuteilen.

Derweil sollen britische Geheimdienste Medienberichten zufolge den Mörder des US-Journalisten identifiziert haben. Demnach soll es sich um einen schlanken 23-jährigen Rapper aus London handeln. Wie USA Today berichtet, ist der Hauptverdächtige unter dem Künstlernamen „Lyricist Jinn“ oder „L Jinny“ bekannt. Mithilfe seiner Songs sei es möglich gewesen, seine Stimme mit der des Täters zu vergleichen, der im Video zu sehen ist, das die Hinrichtung von Jim Foley zeigt.

Foley wurde im November 2012 in Syrien verschleppt. Im August 2014 verbreitete die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) ein Video, in dem die Enthauptung des US-Journalisten zu sehen ist.

kup