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Ex-Post-Chef: Zumwinkel gibt Bundesverdienstkreuz zurück

Kein ehrbarer Mann mehr: Der ehemalige Post-Vorstandsvorsitzende Klaus Zumwinkel hat nach Medienberichten sein Bundesverdienstkreuz zurückgegeben. Im Januar war Zumwinkel wegen Steuerhinterziehung verurteilt worden, daraufhin bat ihn das Präsidialamt um Rückgabe der Auszeichnung.

Der frühere Vorstandsvorsitzende der Deutschen Post AG, Klaus Zumwinkel, hat nach Informationen der "Bild"-Zeitung das Große Bundesverdienstkreuz, das ihm 2001 verliehen wurde, an das Bundespräsidialamt zurückgegeben. Ordensträger sind gesetzlich zu einem ehrbaren Verhalten verpflichtet. Da Zumwinkel Ende Januar vom Landgericht Bochum zu einer Haftstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden war, musste die Staatsanwaltschaft dies dem Bundespräsidenten anzeigen, schrieb das Blatt.

Der Zumwinkel im Jahr 2007 verliehene Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen dagegen war nach "Bild"-Informationen bis Montag noch nicht in der Düsseldorfer Staatskanzlei eingegangen. Der Verlust der Auszeichnungen folgt einem vorgeschriebenen Verfahren. Im Falle des Bundesverdienstkreuzes schreibt das Präsidialamt einen rechtskräftig Verurteilten an, sobald die Urteilsbegründung vorliegt, und bittet um freiwillige Rückgabe der Auszeichnung. Geschieht dies nicht, wird ein Ordensentziehungsverfahren eingeleitet.

DPA / DPA