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Vorwurf an die Premierministerin Fünfjährige Britin liest Theresa May die Leviten

Die kleine Brooke ist entsetzt: Sie hat "Millionen" Menschen gesehen, die auf der Straße leben, ohne Obdach, ohne Essen. Dagegen soll die neue Premierministerin Theresa May sofort etwas tun, fordert sie.

Ihr Name ist Brooke Blair, sie ist fünf Jahre alt und fassungslos. Zum ersten Mal hat die junge Britin bewusst wahrgenommen, wie schlecht es vielen Menschen in ihrem Land geht. Sie war eines Abends unterwegs und hat gesehen, dass Menschen auf der Straße leben. "Hunderte, Millionen", sagt das Mädchen in die Kamera, um Menschenmengen korrekt einschätzen zu können, ist sie noch viel zu jung. "Einer von ihnen hatte labberige Ohren", beschreibt sie entsetzt. "Sie sollten da draußen sein, Theresa May! Sie sollten Kekse, heiße Schokolade und Sandwiches verteilen. Und Häuser bauen!" 

Es ist erstaunlich, wie klar Kinder manchmal auf den Punkt bringen können, was Erwachsene schon kaum noch wahrnehmen. Für Brooke etwa ist es selbstverständlich, dass eine Premierministerin sich um das Wohlergehen der Bevölkerung kümmern muss. Auch wenn Theresa May ihren Vorgänger David Cameron erst im Sommer nach der Brexit-Entscheidung abgelöst hat, sie trägt jetzt schließlich die Verantwortung. Sonst wäre es ja so wie bei Schneewittchen, wo die böse Stiefmutter auf Kosten ihres Volkes lebt. Vielleicht hat Brooke da Parallelen gesehen.

Brooke sagt, sie sei erst fünf Jahre alt und könne deshalb nichts ausrichten. Egal wie viel Geld sie auch sparen würde, es wäre nie genug. May habe den Finanztopf zu verwalten, sie solle endlich Geld ausgeben, um den Menschen zu helfen. Das sei schließlich ihre Aufgabe. 

Dann gerät Brookes Kernforderung etwas aus dem Fokus. "Wir hatten viele Kriege in diesem Land und das gefällt mir nicht, Theresa May", wirft sie der Angehörigen der Konservativen Partei aufgebracht vor. Sie sei sehr wütend. Und das merkt man. Schließlich steht das Mädchen während ihrer ganzen Ansprache mit erhobenem Zeigefinger vor der Kamera und liest der Premierministerin ordentlich die Leviten. Einer Viertelmillion Menschen hat's gefallen.

bal

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