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Suche nach dem Unbekannten: Diesen Spuren geht die Polizei im Fall Tanja Gräff nach

Die Ermittler müssen im Fall Tanja Gräff neben neuen Hinweisen rund 900 alte Anhaltspunkte nochmals überprüfen. Der "Trierische Volksfreund" listet auf, welche Spuren wieder relevant sind.

Seit 2007 wurde die Studentin Tanja Gräff vermisst. Nun wurden ihre menschlichen Überreste gefunden.

Seit 2007 wurde die Studentin Tanja Gräff vermisst. Nun wurden ihre menschlichen Überreste gefunden.

Wer ist Schuld am Tod von Tanja Gräff? Und was geschah, bevor die junge Frau den roten Felsen hinabstürzte? Fragen, die nach dem Fund der sterblichen Überreste Zigtausende Menschen beschäftigen, die Anteil am Schicksal der Vermissten genommen hatten. Der "Trierischer Volksfreund" stellt einige alte Spuren zuammen, die angesichts des Fundortes relevant erscheinen. Der stern übernimmt die Auflistung in voller Länge.

Der Unbekannte

"Wir müssen den Unbekannten finden, der mit Tanja am Bierstand war", sagt Detlef Böhm, Anwalt von Tanjas Mutter Waltraud Gräff. Mehrere Zeugen hatten die junge Frau am Abend ihres Verschwindens an der FH in Begleitung eines etwa 1,80 Meter großen Mannes mit kurzen dunklen Haaren gesehen. Als ein Bekannter sie fragen wollte, ob sie mit ihm in die Stadt fahre, soll der Unbekannte ihn aggressiv angeblafft haben: "He, lass die Tanja in Ruhe!". Die Studentin schien den Mann zu kennen. Die Drachenhausspur: Zwei Zeugen begegneten um kurz nach fünf Uhr am Drachenhaus (siehe Karte) einem sich streitenden Pärchen. Der Mann soll die Frau "Tanja" gerufen haben. Die Beschreibung passt zu Tanja und dem Unbekannten. Böhm, der Akteneinsicht hatte, findet diese Spur angesichts des Fundortes interessant, da das Drachenhaus auf dem Weg liegt, wenn man von der FH zum Felsenweg geht.

Die Drachenhausspur Zwei Zeugen begegneten um kurz nach fünf Uhr am Drachenhaus (siehe Karte) einem sich streitenden Pärchen. Der Mann soll die Frau "Tanja" gerufen haben. Die Beschreibung passt zu Tanja und dem Unbekannten. Böhm, der Akteneinsicht hatte, findet diese Spur angesichts des Fundortes interessant, da das Drachenhaus auf dem Weg liegt, wenn man von der FH zum Felsenweg geht.

Kabinenbahnspur

Auch die Kabinenbahnspur bekommt eine neue Bedeutung. Ein junger Mann hatte an der Mosel in der Nacht von Tanjas Verschwinden gegen halb fünf Uhr Frauenschreie gehört. Böhm hatte es zuvor für möglich gehalten, dass Tanja an der Kabinenbahn angegriffen wurde. Nun, da bekannt ist, dass sie vom roten Felsen stürzte, vermutet er, dass der Zeuge Schreie hörte, die vom Felsen aus über die Mosel schallten.

Die Spitzbart-Spur

Zeugen haben ausgesagt, dass sich auch ein kräftiger junger Mann mit Spitzbart in Tanjas Nähe am Bierstand aufgehalten habe. Ein Ex-Polizeibeamter hatte den Ermittlern in einem Leserbrief vorgeworfen, dieser Spur nicht genug nachgegangen zu sein. Der Bonner Generalanzeiger berichtet, der aus dem Saarland stammende Mann sei polizeibekannt, gehöre zur Death-Metal-Szene und habe sich bei der Befragung in Widersprüche verstrickt. So soll er bei der ersten Vernehmung gesagt haben, er sei nach dem Fest ins Saarland gefahren, während er später angab, in seinem Auto am Moselufer übernachtet zu haben. Auch sein Alibi sei zweifelhaft. Woher die Informationen des Generalanzeigers stammen, geht aus dem Artikel nicht hervor. Mit Polizei oder der Staatsanwaltschaft habe die Zeitung keinen Kontakt aufgenommen, sagt der Leitende Oberstaatsanwalt Peter Fritzen. Er weist den Vorwurf zurück. Es sei eingehend ermittelt worden. Ein Tatverdacht gegen "den Spitzbart" habe sich nicht ergeben.

Die Bauzaun-Spur

Ein Mann, der im Stuckradweg an der Hochschule gegen 5.30 Uhr einen Bauzaun demontierte, wurde Zeuge eines Streits – möglicherweise zwischen Tanja und dem Unbekannten. "Pack mich nicht an" und "Ich will nur noch heim" soll die Frau gesagt haben.

Katharina Hammermann
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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