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Familientragödie in Pforzheim: Frau wirft Kinder vom Balkon und springt hinterher

Tödliches Familiendrama in Pforzheim: Eine 27-jährige Mutter hat erst ihr Baby und dann ihren vierjährigen Sohn vom Balkon im vierten Stock geworfen und ist dann selbst hinuntergesprungen. Nur der Junge überlebte schwer verletzt.

Eine junge Mutter hat am Mittwoch in Pforzheim ihre beiden Kinder von einem Balkon im vierten Stock geworfen und ist anschließend selbst in die Tiefe gesprungen. Die 27-jährige Frau kam ebenso ums Leben wie eines der beiden Kinder, ein zwei Monate altes Baby, wie die Polizei mitteilte. Das andere Kind, ein vierjähriger Junge, wurde schwer verletzt, bestätigte ein Sprecher nach Angaben des Online-Portals der "Pforzheimer Zeitung".

Das Motiv der Tat war zunächst unklar, es gibt laut Staatsanwaltschaft aber Hinweise auf eine psychische Erkrankung der Frau. Diese müssten aber noch überprüft werden. Es werde wegen eines vollendeten und eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt. Die Leichen sollen obduziert werden.

"Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei warf die Frau zunächst den Säugling und dann das Kind vom Balkon, bevor sie sich selbst in die Tiefe stürzte. Dies habe ein Augenzeuge ausgesagt, der auch den Rettungsdienst alarmierte. Ein Fremdverschulden schlossen die Beamten aus. Der Vater der Kinder war während der Tat bei der Arbeit und nicht im Haus. Er war nach dem Unglück nicht ansprechbar und wurde betreut.

Das Drama in Pforzheim reiht sich ein in eine Serie von Familientragödien, von denen der sogenannte Badewannen-Mord derzeit in Stuttgart vor dem Landgericht verhandelt wird: Eine 42-jährige Mutter aus Schorndorf soll ihre fünfjährige Tochter und ihren vierjährigen Sohn im vergangenen Mai in der heimischen Badewanne ertränkt haben. Danach soll sie versucht haben, sich das Leben zu nehmen.

DPA/AP / AP / DPA
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