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Festgefroren in der Antarktis: Rettung naht für die "MV Akademik Shokalskiy"

Seit Weihnachten steckt das Forschungsschiff "MV Akademik Shokalskiy" im Eis der Antarktis fest. Expeditionsleiter Chris Turney twittert fleißig - und freut sich über einen nahenden Eisbrecher.

Nach ihrem Polarabenteuer in der Antarktis wollten Forscher und Touristen mit ihrem Expeditionsschiff am ersten Weihnachtsfeiertag eigentlich wieder mit Volldampf in Richtung Zivilisation schippern. Ein Wetterwandel mit ausgewachsenem Schneesturm machte ihnen aber einen Strich durch die Rechnung. Die "MV Akademik Shokalskiy" blieb im Eis stecken.

Die Besatzungsmitglieder nahmen die missliche Lage gelassen und setzten ihre Forschungen in Bereichen der Gletscherkunde und Meeresbiologie fort. Vor allem aber hielten sie ihre Mitmenschen über Twitter und ihren Blog "The Spirit of Mawson" über ihre derzeitige Lage auf dem Laufenden.

Erst heute morgen (nach mitteleuropäischer Zeit) verkündete Expeditionsleiter Chris Turney die frohe Nachricht, dass sich der chinesische Eisbrecher "Snow Dragon" nähere. "Bei einer stetigen Geschwindigkeit von zwei Knoten sollte das Schiff innerhalb der nächsten zwei bis drei Stunden bei uns sein", sagt Turney in einem Youtube-Video. "Das Team ist sehr erleichtert. Es gibt viele strahlende Gesichter." Forscher Turney strahlt ebenso erleichtert in die Kamera. Jetzt heißt es Abschied nehmen von den vielen Pinguinen, die der "MV Akademik Shokalskiy" in den letzten Tagen einen Besuch abgestattet haben.

Katharina Gipp (mit DPA)