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Für die gute Sache: FTD versteigert Redaktionsraritäten

13 Jahre alter Champagner und schusssichere Weste: Das Team der "Financial Times Deutschland" hat Andenken an die "FTD"-Geschichte gesammelt. Vor dem Aus der Zeitung sollen sie guten Zwecken dienen.

Kurz vor dem Ende versteigert die Wirtschaftszeitung "Financial Times Deutschland" ("FTD") Andenken an ihre Geschichte. Unter anderem kommt eine Erstausgabe der "FTD" vom 21. Februar 2000 im Schmuckkarton unter den Hammer. Alle Erlöse fließen an "Reporter ohne Grenzen", wie die "FTD" aus Hamburg am Freitag online berichtete. "Wir könnten im Untergang wild um uns schlagen. Wir können aber auch dem Journalismus helfen, am Leben zu bleiben", schrieb "FTD"-Autor Nicolas Schöneich. Die Gegenstände sollen "an diese Zeitung und die Menschen dahinter" erinnern.

Am Freitag kommender Woche wird die "Financial Times Deutschland" zum letzten Mal erscheinen. Der Verlag Gruner + Jahr hatte in der vergangenen Woche nach fast 13 Jahren das Aus für das defizitäre Blatt verkündet.

Die Auktion bei der Internetplattform eBay umfasste zunächst sechs Lose: Neben der "FTD"-Erstausgabe, die am Freitagmittag schon bei mehr als 1100 Euro lag, werden unter anderem sechs tote Heuschrecken im Schaukasten "aus dem Besitz des Chefredakteurs" angeboten. Eine sechs Quadratmeter große "FTD"-Titelseite als Wandschmuck und die Auszeichnung "Wirtschaftsredaktion des Jahres 2011" sind ebenfalls im Angebot. Auch Champagner, der zum "FTD"-Start an das Team verschenkt wurde, ist zu haben.

awö/DPA / DPA
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