Fund in den USA An Hitler adressierte Dokumente entdeckt


Fundstücke aus dem Hitlerquartier: Im US-Bundesstaat Utah wurden Gegenstände entdeckt, die offenbar vor rund sechzig Jahren aus dem Anwesen Hitlers bei Berchtesgaden gestohlen wurden. Ein Unbekannter wollte die NS-Güter als Antiquität verkaufen.

Kriminalbeamte haben in den USA Kunstgegenstände entdeckt, die nach dem Zweiten Weltkrieg offenbar aus Adolf Hitlers Anwesen bei Berchtesgaden gestohlen wurden. Die Artefakte, die an den Diktator persönlich adressiert waren, habe ein bislang Unbekannter an einen Antiquitätenhändler verkaufen wollen, teilte die Polizei mit. Sie waren vermutlich vor zwei Jahren aus einer Lagerhalle im Staat Utah entwendet worden. Die Behörden gehen von ihrer Echtheit aus. Man gehe nun der Frage nach, wie die Gegenstände vor mehr als sechs Jahrzehnten in die USA gelangen konnten und wer sie aus dem Lager gestohlen habe, sagte Polizeisprecher Scott Van Waggoner.

Sollten sie einem Museum in Deutschland gehören, würden sie zurückgegeben. Eines der einzigartigen Stücke ist ein großes, handgebundenes Geschichtswerk über Heinrich den Löwen. Die Schriftrolle wurde in einem Metallzylinder und einer in Leder gebundenen, mit dem Reichsadler geschmückten Kiste aufgewahrt. Datiert ist sie auf das Jahr 1933.

Entdeckt wurde außerdem ein großes, in gotischer Schrift bedrucktes Pergament. Der betroffene Antiquitätenhändler habe einen Historiker kontaktiert, nach dessen Einschätzung die Artefakte möglicherweise aus Hitlers "Adlernest" in Berchtesgaden gestohlen wurden. Das Lagerhaus in Utah hatte ein Mann gemietet, dessen Vater im Zweiten Weltkrieg Soldat war. Ob dieser die Stücke in die USA geschmuggelt habe oder ob seine Vorgesetzten den Besitz der NS-Güter abgesegnet hatten, muss laut Polizei noch geklärt werden. Zu den vermissten Stücken gehören außerdem eine Büste Hitlers und eine mit Hakenkreuzen versehene Vase.

AP AP

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