Geburtenrate Deutsche kriegen am wenigsten Babys in Europa

Eine glückliche Mutter mit ihrem Baby. In Deutschland ist die Zahl der Geburten im ersten Halbjahr 2009 erneut zurückgegangen
Eine glückliche Mutter mit ihrem Baby. In Deutschland ist die Zahl der Geburten im ersten Halbjahr 2009 erneut zurückgegangen
© Colourbox
Die Deutschen bleiben Kindermuffel: Als einziges Land in Europa ist die Zahl der Geburten in Deutschland im Jahr 2008 zurückgegangen. Laut dem europäischen Statistikamt Eurostat kamen auf 1000 Einwohner nur noch 8,2 Geburten statt 8,3 im Jahr davor.

Beim Kinderkriegen sind die Deutschen das Schlusslicht in Europa. Anders als in allen anderen EU-Ländern sei die Zahl der Geburten in Deutschland im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2007 leicht rückläufig gewesen, teilte das europäische Statistikamt Eurostat am Montag in Brüssel mit. Deutschland lag ohnehin 2007 bereits auf dem letzten Platz unter den 27 Mitgliedsländern. Auf 1000 Einwohner kamen in Deutschland demnach 2008 nur noch 8,2 Geburten statt 8,3 im Jahr davor. Europaweit stieg die durchschnittliche Zahl der Neugeborenen pro 1000 Einwohner im Vorjahresvergleich um 0,3 auf 10,9.

Insgesamt kamen im vergangenen Jahr EU-weit 5,4 Millionen Babys zur Welt, 4,8 Millionen Menschen starben. Den höchsten Geburtenanstieg gab es in Litauen, wo 10,4 Geburten pro 1000 Einwohner gezählt wurden - ein Anstieg um 0,8 im Vergleich zu 2007.

Weil Deutschland nicht nur die geringste Geburtenrate, sondern auch die höchste Sterbeziffer hat, schrumpft die Bevölkerung hierzulande weiter. 10,3 Sterbefälle pro 1000 Einwohner zählte die Bundesrepublik 2008 - im Jahr zuvor waren es noch 10,1. Damit sind in Deutschland im vergangenen Jahr 844.000 Menschen gestorben. Dem stehen nur 675.000 Neugeborene gegenüber. Mit 9,7 Sterbefällen pro 1000 Einwohner blieb die Sterberate EU-weit stabil.

Am 1. Januar 2009 wurde die Bevölkerung in der Europäischen Union auf 499,9 Millionen Menschen geschätzt - damit wuchs die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Millionen. In Deutschland zählten die Statistiker 82,05 Millionen Menschen. Das sind rund 168.000 weniger als im Jahr zuvor.

DPA DPA

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