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Geburtenrate: Immer weniger Babys in Deutschland

Verglichen mit dem Jahr 2005 wurden im vergangenen Jahr rund 13.100 Kinder weniger geboren. Das teilte das statistische Bundesamt im jetzt veröffentlichten Bericht zur Geburtenrate in Deutschland mit. Dabei fiel auf, dass im Westen wesentlich weniger Kinder zur Welt kommen als in den neuen Bundesländern.

Durchschnittlich bekommt eine Frau in Deutschland 1,33 Kinder

Durchschnittlich bekommt eine Frau in Deutschland 1,33 Kinder

Der Geburtenrückgang in Deutschland setzt sich fort: Im vergangenen Jahr kamen etwa 13.100 Kinder weniger zur Welt als noch 2005, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Insgesamt wurden rund 672.700 Kinder geboren. Die durchschnittliche Kinderzahl je Frau sank damit im Bundesdurchschnitt von 1,34 auf 1,33.

Im Jahr 1990 waren je Frau noch durchschnittlich 1,45 Kinder geboren worden. Wie schon in den vergangenen Jahren ging die Geburtenrate vor allem im Westen zurück, im Osten (jeweils ohne Berlin) blieb die durchschnittliche Kinderzahl mit 1,30 gegenüber dem Vorjahr konstant. Im Jahr 1990 hatte in den alten Bundesländern jede Frau noch durchschnittlich 1,45 Kinder zu Welt gebracht. Seit dem Jahr 2000 ist dieser Wert jedoch fast jährlich gesunken. In den neuen Bundesländern waren vor 17 Jahren je Frau durchschnittlich 1,52 Kinder geboren worden, 1995 ging die Geburtenrate jedoch auf 0,84 zurück. Seitdem stieg sie auf zunächst 1,31 im Jahr 2004 und hat sich in den vergangenen zwei Jahren bei durchschnittlich 1,30 Kindern stabilisiert. Dabei ist das Durchschnittsalter der Mütter im Osten bei der Geburt ihrer Kinder knapp zwei Jahre niedriger als in Westdeutschland.

Geburtenrate ist nur eine Schätzung

Die durchschnittliche Kinderzahl, die auch als zusammengefasste Geburtenziffer bezeichnet wird, beschreibt das aktuelle Geburtenverhalten. Sie gibt an, wie viele Kinder eine Frau im Laufe ihres Lebens bekommen würde, wenn ihr Geburtenverhalten so wäre wie das aller Frauen zwischen 15 und 49 Jahren im jeweils betrachteten Jahr. Wie viele Kinder die Frauen im Alter von heute 20 oder 30 Jahren tatsächlich gebären werden, steht jedoch erst fest, wenn sie das Ende des gebärfähigen Alters erreicht haben. Bei der Geburtenrate handelt es sich demnach stets um Schätzungen.

AP / AP
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