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Höchste Auszeichnung des Landes Bundesverdienstkreuz für Christian Drosten

Christian Drosten
Der Berliner Virologe Christian Drosten beim Deutschen Radiopreis am 10.September in Hamburg. Hier wurde er für seinen Podcast "Coronavirus-Update" geehrt. Nun erhält er mit dem Bundesverdienstkreuz die höchste Auszeichnung des Landes.
© Christian Charisius / DPA
Der Berliner Virologe und Coronavirus-Erklärer Christian Drosten wird mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Auch der Ex-Fußballer Thomas Hitzlsperger und der Pianist Igor Levit werden vom Bundespräsidenten geehrt.

Wegen seiner "hervorragenden Leistungen für das Gemeinwesen" wird der Berliner Virologe Christian Drosten mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Das gab das Bundespräsidialamt am Dienstagvormittag bekannt.

In der Begründung für die Ehrung heißt es: "Nach Bekanntwerden der ersten Erkrankungsfälle in Wuhan ist es Christian Drosten sehr schnell gelungen, den Erreger als Sars-Virus zu identifizieren und einen Nachweis zu entwickeln, der bereits im Januar verfügbar war. Er lieferte wichtige und weltweit anerkannte Erkenntnisse zum Infektionsgeschehen und hat diese auch mit innovativen Formaten der Öffentlichkeit vermittelt." (Den Podcast "Coronavirus-Update" mit Christian Drosten hören Sie hier bei Audionow.")

Neben Christian Drosten wird auch Thomas Hitzlsperger geehrt

Das Bundesverdienstkreuz – amtlich: Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland – ist die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht.

Drosten soll die Auszeichnung am 1. Oktober, kurz vor dem Tag der Deutschen Einheit, im Schloss Bellevue von Bundespräsident Frank-Walter-Steinmeier in Empfang nehmen. Die Zeremonie steht unter dem Motto "Vereint und füreinander da".

Neben Christian Drosten sollen an diesem Tag sieben weitere Männer und sieben Frauen das Bundesverdienstkreuz verliehen bekommen, darunter Ex-Fußballer Thomas Hitzlsperger, Pianist Igor Levit, Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim und der Landrat des anfangs von der Coronavirus-Pandemie besonders hart betroffenen Kreises Heinsberg, Stephan Pusch.

Die weiteren Geehrten sind:

  • Birgit Brandtscheit, (Aufbau der Tafel für Bedürftige in Zerbst, Sachsen-Anhalt)
  • Albrecht Broemme (baute Behandlungszentrum für 500 Covid-19-Patienten in Berlin auf)
  • Lisa Federle (Notärztin, richtete in Tübingen eine Fieberambulanz und "rollende Arztpraxis" ein)
  • Kai Frobel, (gilt als Vater des "Grünen Bandes", dem Naturschutzprojekt an der früheren innerdeutschen Grenze; aus Hersbruck in Bayern)
  • Toralf Herzog, (Ehrenamtlicher des Deutschen Roten Kreuzes aus Lüdersdorf in Mecklenburg-Vorpommern)
  • Sandra Hüller (Schauspielerin aus Leipzig, wies auf soziale Missstände während der Coronavirus-Pandemie hin)
  • Hannah Kiesbye (setzt sich für Menschen mit Behinderung ein, u.a. durch den "Schwer-in-Ordnung-Ausweis"; Hamburg)
  • Elke Schlegel, (vermittelt in Schulen als Zeitzeugin Erfahrungen aus dem DDR-Unrecht; Koblenz)
  • Ingo Schulze, Berlin (Schriftsteller; Berlin)
  • Leila Younes El-Amaire, Berlin (setzt sich in zahlreichen Projekten für gesellschaftliche Teilhabe von jungen Menschen und gegen Rassismus ein: Berlin)

Die ausführlichen Begründungen für die künftigen Träger des Bundesverdienstkreuzes lesen Sie hier.

Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland wurde bis zum Ende des vergangenen Jahres nach Angaben des Bundespräsidialamtes rund 260.000 Mal verliehen. Der Orden ist nicht dotiert. Jeder kann die Verleihung des Ordens an eine andere Person anregen.

wue

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