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Georg Ratzinger: "Mein Bruder wird bestimmt nicht Papst"

Bis zum Schluss gab sich Georg Ratzinger überzeugt, dass sein drei Jahre jüngerer Bruder nicht Papst werden würde. Zum Lebensabend wünscht er sich jetzt nichts mehr als regelmäßige Wiedersehen mit Joseph.

Sein Tagesablauf ist auch mit 81 Jahren noch penibel geregelt: Jeden Morgen liest Georg Ratzinger in der Stiftskirche St. Johann im Schatten des mächtigen Regensburger Doms die Messe. Danach hört der weißhaarige alte Mann klassische Musik oder setzt sich zum Klavierspiel selbst an den Flügel. Punkt zwölf Uhr wartet das Mittagessen. Das Nickerchen danach ist ihm seit Jahrzehnten heilig. In diesen Tagen wurde der Tagesablauf freilich vom Konklave in Rom bestimmt. Der Prälat ist der Bruder des neuen Papstes Benedikt XVI. Bis zum Schluss gab sich Georg Ratzinger überzeugt, dass sein drei Jahre jüngerer Bruder Joseph nicht Nachfolger von Johannes Paul II. werden würde. Doch die Anspannung war ihm deutlich ins Gesicht geschrieben.

Wie jeder Gläubige auf die Medien angewiesen

"Mein Bruder wird ganz bestimmt nicht Papst" sagte der langjährige Leiter der weltberühmten Regensburger Domspatzen fast trotzig noch vor wenigen Tagen. Zuletzt klang es freilich anders: "Einem Mann in diesem Alter vertraut man normalerweise keine so verantwortungsvolle Aufgabe mehr an", relativierte er am Montag, unmittelbar bevor die Kardinäle sich in der Sixtinischen Kapelle zum Konklave einsperren ließen. Seitdem hatte auch Georg Ratzinger keinerlei Kontakt mehr zu seinem Bruder. Er war wie jeder andere Gläubige auch auf die Medien angewiesen und blickte am Dienstag gebannt auf den Fernseher.

Normalerweise telefonieren die beiden fast täglich miteinander, seit Joseph Ratzinger 1982 als Präfekt der Glaubenskongregation nach Rom ging. Die Brüder sind seit ihrer Kindheit eng miteinander verbunden. Bis zu deren Tod 1991 galt dies auch für Schwester Maria, die dem "Nesthäkchen" Joseph auf allen Stationen folgte und den Haushalt führte. Die Geschwister wuchsen zusammen in Oberbayern auf. Beide Brüder besuchten noch vor dem Zweiten Weltkrieg das Erzbischöfliche Knabenseminar in Traunstein, die "Kaderschmiede" für angehende Priester. Beide studierten danach Theologie, beide wurden am 29. Juni 1951 in Freising zu Priestern geweiht.

Danach trennen sich die beruflichen Wege. Joseph Ratzinger verfolgt seine Karriere als Kirchenlehrer konsequent und wird mit nicht einmal 30 Jahren Professor. Stationen an den Universitäten Bonn, Münster, Tübingen und Regensburg folgen. Dort kreuzen sich die Wege der Brüder wieder für einige Jahre. Georg hat inzwischen zusätzlich Kirchenmusik studiert und ist seit 1964 Domkapellmeister in Regensburg. 1965 fährt er mit den Domspatzen zum Vatikanischen Konzil nach Rom. Vor 2000 Bischöfen dirigiert er im Petersdom den ältesten Knabenchor der Welt. Dort trifft er seinen Bruder Joseph: Der junge Professor ist als Konzilsberater in der "Ewigen Stadt".

Ständchen im Vatikan

Als Joseph Ratzinger 1977 im Münchner Liebfrauendom zum Erzbischof von München und Freising geweiht wird, singen natürlich die Domspatzen. 1985 trällern sie Johannes Paul II. ein Ständchen in dessen Privaträumen im Vatikan. Der inzwischen zum engen Vertrauten des polnischen Papstes aufgestiegene Kurienkardinal Joseph Ratzinger hat das für seinen Bruder eingefädelt. Er schwärmt Karol Wojtyla von der "unnachahmbaren Klangschönheit" des Knabenchores aus seiner bayerischen Heimat vor. 2001 feiern die Ratzinger-Brüder miteinander im Münchner Liebfrauendom Goldenes Priesterjubiläum.

Wann immer es geht, halten die zusammen alt gewordenen Geschwister Kontakt. "Mein Bruder kommt jedes Jahr etwa vier Mal für mehrere Tage zu mir", berichtet der Ältere, der seit 1994 Ruhestandspriester am Regensburger Kollegiatstift St. Johann ist. Früher ist er öfter nach Rom gefahren. Doch seit die Augen nicht mehr mitmachen, sind solche Reisen zu beschwerlich. Nichts wünscht sich Georg Ratzinger zum Lebensabend mehr als regelmäßige Wiedersehen mit seinem prominenten Bruder. Die Wahl zum Papst hat diesen Wunsch vielleicht zunichte gemacht.

Paul Winterer/DPA / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(