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Volkpark Friedrichshain: Zwölf Schafe an Autobatterien: Diese Grillparty musste die Berliner Polizei leider abbrechen

Großflächiges Grillen mit offener Glut auf einer trockenen Wiese, das kann gefährlich sein! Aus diesem Grund mussten Polizei und Feuerwehr ein opulentes Fest im Volkspark beenden. Und teuer wird's auch noch.

Schafe an Drehspießen auf der Wiese

Schafe an Autobatterie-betriebenen Drehspießen über glühender Kohle auf dem trockenen Rasen im Volkspark Friedrichshain, das war ein bisschen zu viel für die Berliner Polizei. Sie brachen das Osterfest der Griller aus Bosnien-Herzegowina ab.

Am vergangenen Sonntag war auch in Berlin-Friedrichshain perfektes Grillwetter, 24 Grad, strahlender Sonnenschein, als die Notrufzentrale der folgenden Funkspruch an ihre Streifenwagen sandte: "Sie fahren bitte in den Volkspark Friedrichshain. Da laden wohl mehrere Personen Schafe – im Ganzen und ohne Haut – aus dem Auto." Was sich beim ersten Hören fast ein bisschen gruselig anhört, entpuppte sich als das ganze Gegenteil: Es handelte sich um die Verbereitung einer richtig großen Grillparty.

Der Anblick, der sich die eintreffenden Polizisten bot, hat die Beamten umgehauen. Sie schildern ihren ersten Eindruck anschaulich auf ihrem Facebook-Kanal: "Auf der Grillwiese am kleinen Bunkerberg befanden sich knapp 150 Menschen, Kinder liefen frei um sehr heiß glühende Kohle auf dem trockenen Rasen. Und dazu... Schafe! Zwölf an der Zahl. Alle drehten sich surrend auf Spießen über der glühenden Kohle in der Sonne. Natürlich Batteriebetrieben. Autobatterie versteht sich."

Zwei Schafe an batteriebetriebenen Drehspießen

Beeindruckend, aber weder gut für den Rasen noch sicher: die "Grillanlage"

"Wir feiern Ostern"

Auf der Suche nach den Veranstaltern des kulinarischen Festes wurde die Polizei nicht so leicht fündig: "Verantwortlich wollte keiner so recht sein. Erst als unsere Kollegen die alarmieren und die mit einem Löschfahrzeug am Bunkerberg ankamen, kam Bewegung in die Grillgesellschaft", berichten die Beamten. Schließlich folgte die Erklärung dieser Szene: Man würde Ostern feiern, ganz so wie in den vergangenen zehn Jahren auch.

Natürlich musste die Polizei die Personalien feststellen, natürlich wird eine Rechnung vom Grünflächenamt kommen, die verbrannte Wiese will schließlich ersetzt werden. Doch die große Festgemeinde, die offenbar aus Bosnien-Herzegowina stammt, zeigte sich freundlich und hilfsbereit. Sie klemmten die Autobatterien ab, bauten ihre Drehspieße ab, verspeisten einen Teil des Grillguts und luden den Rest ins .

Kostenlose Zusatzinfo der Polizei: Die Schafe stammten von einem Händler "im schönen Wedding".

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