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Glücklicher Zufall: Reporter findet vermisste Mädchen bei Dreharbeiten

Der Reporter des Hessischen Rundfunks dürfte seinen Augen kaum getraut haben: Während eines Drehs bei Gladenbach entdeckte er zwei vermisste Mädchen - genau die, über die er berichten wollte.

Bei Dreharbeiten über die Suche nach zwei vermissten Mädchen in Hessen hat ein Fernsehreporter des Hessischen Rundfunks (hr) die Kinder selbst gefunden. Er habe die Mädchen am Dienstag bei Gladenbach in einer Wiese entdeckt und sofort die Polizei alarmiert, wie die Beamten in Marburg berichteten. Die zehn und elf Jahre alten Kinder waren seit Montagabend verschwunden. Sie seien offenbar aus Abenteuerlust ausgerissen, berichtete die Polizei. Die Mädchen übernachteten demnach nach eigenen Angaben in einer Scheune. Sie seien wohlauf und wieder bei ihren Eltern.

Der Reporter Jochen Schmidt berichtete auf hr-online, es sei "pures Glück" gewesen, dass er die Mädchen gesehen habe. Weil bis zu Beginn seiner Dreharbeiten für die "Hessenschau" noch Zeit gewesen sei, habe er sich ein wenig umgeschaut und die Kinder dabei gefunden. Nach dem glücklichen Ausgang der Suche sagte Schmidt seinem Sender im Interview: "Ich bin selbst Vater, habe Kinder im ähnlichen Alter." Da gebe es 1000 Dinge, die da passieren könnten. "Aber dass es so ausgeht - ein saugutes Gefühl."

amt/DPA / DPA
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?