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Göttingen atmet auf: Fünf-Zentner-Fliegerbombe entschärft

Die Gefahr ist gebannt: In Göttingen wurde eine Fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. 12.000 Menschen mussten zeitweilig ihre Häuser verlassen.

Gefahr für Göttingen gebannt: In der Nacht zum Mittwoch konnte eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden.

Fünf Zentner schwer wog der Blindgänger, den Bauarbeiter am Dienstag bei Sondierungsarbeiten für ein Neubauprojekt in der Güterbahnhofstraße entdeckt hatten. Weil die Bombe neben einem konventionellen Aufschlagzünder auch über einen zweiten, instabilen Säurezünder verfügte, entschlossen sich die Verantwortlichen laut Göttinger Tageblatt sofort zu handeln.

Bis zum frühen Mittwochmorgen wurde das Stadtgebiet um die Fundstelle in einem Sicherheitsradius von einem Kilometer großräumig evakuiert. 12.000 Menschen wurden aus ihren Wohnungen in Notunterkünfte gebracht. Da bereits um 1.30 am frühen Mittwochmorgen Entwarnung gegeben wurde, konnten sie ihre Ausweichquartiere aber noch in der Nacht wieder verlassen.

Die besondere Vorsicht, mit der die Verantwortlichen vorgingen, hat ihren Grund: Nicht weit von dem jüngsten Fundort entfernt waren am 1. Juni 2010 drei Sprengmeister bei der Vorbereitung einer Bombenentschärfung getötet sowie sechs Personen durch Splitter und die Druckwelle zum Teil schwer verletzt worden.

Vor einigen Jahren war in Göttingen eine britische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg unter einem fahrenden Bus explodiert und hatte diesen vier Meter hoch geschleudert. Dabei war eine Frau verletzt worden.

jwi/DPA / DPA
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