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Projekt "Public Face": Leuchtender Smiley zeigt in Hamburg die Stimmung der Bürger an

Ein großes Neon-Gesicht zeigt in Hamburgs HafenCity ab sofort die Stimmung der Passanten im Viertel. Das "Public Face" soll den Stadtteil künstlerisch aufwerten, auf Überwachung im öffentlichen Raum aufmerksam machen und die Menschen verbinden. 

Hamburg: Kunstprojekt "Public Face"

Das Kunstprojekt "Public Face" in Hamburg steht auf der Kibbelstegbrücke vor der Speicherstadt.

In Hamburg kann ab sofort jeder sehen, wie die Stimmung unter den Bürgern ist. Mal sind sie froh, mal traurig, zornig oder überrascht. Dafür sorgt ein neues Kunstprojekt in der HafenCity. "Public Face" ist ein fünf Meter großer Neon-Smiley, der die Emotionen der Hamburger einfangen und sichtbar machen soll. 

Die Aktion ist Teil des Plans von HafenCity-Kuratorin Ellen Blumenstein und soll die kollektive Gefühlslage der Menschen in Echtzeit wiedergeben. Entwickelt wurde das interaktive Kunstwerk, um den Stadtteil etwas lebendiger zu gestalten - im Rahmen des Quartier-Projektes "Imagine the City" ("Stell dir die Stadt vor"). Damit soll Kunst in die etwas karge und menschenleere HafenCity kommen. Gestaltet und organisiert wird das Projekt von einer Berliner Künstlergruppe um Julius von Bismarck, Benjamin Maus und Richard Wilhelmer. 

So funktioniert der Riesen-Smiley in Hamburg

Doch wie funktioniert das denn jetzt eigentlich? Der Smiley sammelt durch einen Algorithmus Aufnahmen öffentlicher "Messgeräte", sprich Kameras, im Stadtteil. So wie die Bürger schauen, so schaut auch der Smiley, in Echtzeit. Er kann seine Mimik den Daten entsprechend verändern. Er übersetzt sozusagen Stimmungswerte der Passanten durch die Daten, die durch die Filmaufnahmen extrahiert werden. Gespeichert werden diese Aufnahmen nicht, anders als bei großen Konzernen, sondern werden sofort gelöscht.

Dafür wurden eigens Kameras im Stadtteil aufgestellt. Wie viele das sind oder wo sie sich befinden will das Künstlerkollektiv nicht verraten. Aber: Die Kameras sind an ihren Standorten ausgewiesen, denn ohne vorherige Information dürfen Personen nicht gefilmt werden. 

Das soll das Projekt vermitteln 

Diese "Datenkrake" könnte man, wenn man wollte, als größten Kritikpunkt von "Public Face" ansehen und auf den Smiley schimpfen. Doch man läge falsch - denn genau auf das wollen die Macher hinweisen. Eine kritische Reflexion der Überwachungsvorgänge im öffentlichen Raum. "Das Tragische an dem Ganzen ist ja, dass es die Leute meistens nicht interessiert, wenn sie zum Beispiel in Supermärkten rumlaufen und da ständig für Marketingzwecke gefilmt und analysiert werden. Mit ähnlichen, noch viel ausgefeilteren Algorithmen, die dahinter stecken. Die gucken wie alt ist jemand, der sich was anguckt und so weiter", sagte einer der Erschaffer, Richard Wilhelmer, dem NDR.

Aber das "Public Face" soll laut Kuratorin Blumenstein die Menschen im öffentlichen Raum sichtbar machen, es soll für Kommunikation zwischen Kunst, Passanten und urbaner Fläche sorgen. Also, nicht vergessen: Immer schön lächeln in der HafenCity.

Quellen: "NDR", "Hamburger Abendblatt"


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wlk
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.