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Drama in Hannover Nach tödlicher Attacke: Hund Chico soll womöglich doch nicht eingeschläfert werden

Das Haus der Toten in Hannover, ein Hund der Rasse Staffordshire-Terrier
Mutter und Sohn lebten gemeinsam mit Staffordshire-Terrier Chico (Symbolbild) in diesem Haus in Hannover. Waren Sie mit der Haltung des Hundes überfordert?
© Peter Steffen/DPA, Gerard Lacz/Anka Agency International/Picture Alliance
Hund Chico tötete zwei Menschen. Nun kämpfen Tierschützer um das Leben des Hundes. Mit Erfolg? Die Stadt Hannover prüft mögliche Optionen.

Das Tierheim, in dem Chico nach der tödlichen Attacke derzeit untergebracht ist, habe vorgeschlagen, den Hund in einer speziell gesicherten besonderen Einrichtung für auffällig gewordene Tiere unterzubringen, teilte die Stadt Hannover am Sonntag mit.

Ursprünglich wollte die Stadt den Hund einschläfern. Die spezielle Einrichtung befinde sich außerhalb Niedersachsens. Ob diese Alternative gewährleisten kann, dass der Hund keinem Menschen mehr Schaden zufügt, werde geprüft.

Tierschützer kämpfen um das Leben des Hundes

Mit dem Tierheim solle erörtert werden, wie es mit Chico weitergeht, erklärte Stadtsprecher Udo Möller. Der Hund bleibe bis zu einer Entscheidung im Tierheim. Tierschützer hatten in einer Petition dazu aufgerufen, den Hund nicht zu töten. "Bitte lasst Chico leben! Er hatte nie ein gutes Hundeleben!", hieß es online in einem Aufruf.

Chico hatte am vergangenen Dienstag seine 52 Jahre alte Besitzerin und deren 27 Jahre alten Sohn totgebissen. Die Stadt Hannover räumte am Freitag ein, dass der Hund den Behörden bereits 2011 aufgefallen sei. Eine angeordnete Begutachtung sei damals unterblieben. Nach jetzigen Erkenntnissen hätte diese zu einem Haltungsverbot geführt.

Über die genauen Umstände für dieses Versäumnis und mögliche Konsequenzen will die Stadt am Montag informieren. 

ky / dpa

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