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Während Helmut Schmidts Kanzlerzeit: 100 Mal bewusstlos - trotzdem "politische Pflicht" erfüllt

Alt-Kanzler Schmidt hat mit schweren gesundheitlichen Problemen regiert, offenbarte er auf einer Konferenz der "Zeit". Das habe ihn aber nicht davon abgehalten, seine "politische Pflicht zu tun".

Alt-Bundeskanzler Schmidt äußerte sich zu den gesundheitlichen Problemen, die das Politikerleben mit sich bringt

Alt-Bundeskanzler Schmidt äußerte sich zu den gesundheitlichen Problemen, die das Politikerleben mit sich bringt

Das Leben als Politiker hat SPD-Altkanzler Helmut Schmidt gesundheitlich schwer mitgenommen. "Ich bin nie ganz gesund gewesen", sagte er bei einer "Zeit"-Konferenz zum Thema Gesundheitsstandort Deutschland in Hamburg. Er sei noch keine 50 Jahre alt gewesen, als er gemerkt habe, dass ihm das Leben als Politiker zusetze.

Annähernd 100 Mal bewusstlos

Im Gespräch mit "Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo sagte Schmidt laut "Zeit" weiter, er sei vermutlich annähernd 100 Mal bewusstlos geworden, manchmal auch nur sekundenweise. Das habe ihn aber nicht davon abgehalten, "seine politische Pflicht zu tun". Inzwischen habe er den fünften Herzschrittmacher, und der sei "viel brauchbarer" als der erste.

Schmidt betonte bei der Konferenz nach Angaben der "Zeit", dass die Deutschen weniger neugierig als beispielsweise die Amerikaner seien, was den Gesundheitszustand von Politikern angehe. "Wir wissen nicht, wie gesund die letzten Bundeskanzler waren oder wie gesund Frau Merkel ist. Und es interessiert uns auch nicht."

yps/DPA/AFP / DPA
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?