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Hintergrund: Die Kardinäle

Kardinäle sind nach dem Papst die höchsten Würdenträger der römisch-katholischen Kirche. Seit Jahrhunderten gehen aus ihrem Kreis die Päpste hervor.

Ihr purpurroter Mantel ist Zeichen dafür, dass sie zum Märtyrertod bereit sind. Auch die rote Schärpe, das rote Birett und die roten Strümpfe gehören zur "Dienstkleidung". Kardinäle unterstützen den Papst in der Leitung der Kirche. Seit dem 12. Jahrhundert besitzen sie das alleinige Privileg, die Päpste zu wählen. Ihr Wahlrecht endet mit dem 80. Lebensjahr. Nur der Papst kann Kardinäle ernennen. Bis vor wenigen Jahrzehnten gab es lediglich 70 Purpurträger. Ihre Zahl wurde erheblich erweitert, um den Ortskirchen außerhalb Europas mehr Einfluss zu geben.

Nach dem Konsistorium gibt es derzeit 193 Kardinäle, 120 können bei einer Papstwahl dabei sein. Die meisten kommen aus Europa. Die größte Nationalitätengruppe stellen nach wie vor die Italiener. Es gibt fünf deutsche Kardinäle: Friedrich Wetter, Walter Kasper, Joachim Meisner, Georg Sterzinsky und Karl Lehmann.

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