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Skurrilitäten aus der Bin-Laden-Bibliothek: "Im Falle des Märtyrertodes, bitte kontaktieren ..."

Nach seinem Tod hinterließ Osama bin Laden zahlreiche Dokumente. Der stern hat sie durchforstet und präsentiert die skurrilsten Fundstücke aus der Bibliothek des Terroristen.

Von Theresa Breuer, Beirut

Das Gesicht des Terrors: Osama bin Laden hatte auch eine weiche Seite

Das Gesicht des Terrors: Osama bin Laden hatte auch eine weiche Seite

Vier Jahre ist es her, dass Osama bin Laden von einem Spezialteam des amerikanischen Militärs getötet wurde. Damals wurden in seinem Haus in Pakistan auch jede Menge Dokumente sichergestellt. Nun haben die USA einen Teil davon in englischer Übersetzung veröffentlicht. Sie zeigen: Terror macht verdammt viel Arbeit. Und ein bisschen einsam. Wir haben eine Auswahl der besten Fundstücke zusammengestellt:

  • Ordnung muss sein: Wer einen Job haben will, muss ein ordentliches Bewerbungsverfahren durchlaufen - beim Terrornetzwerk al Kaida ebenso wie in jedem anderen Betrieb. Das zeigt das Bewerbungsformular aus Bin Ladens Bibliothek, das Interessenten ausfüllen müssen - bitte in gut lesbarer Schrift. Neben Adresse, dem Beruf des Vaters und der Anzahl der Geschwister soll der Bewerber auch seinen Familienstatus angeben. Weitere Fragen lauten: Wie lange planen Sie, Dschihad zu machen? Welche Hobbies haben Sie? Wie vertraut sind Sie mit dem Koran? Und: Wünschen Sie, ein Selbstmordattentat auszuführen? Wenn ja, tragen Sie bitte hier Adresse und Telefonnummer jener Person ein, die wir im Falle eines Märtyrertodes kontaktieren sollen.
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  • Die anderen sind so gemein: In einem Brief aus dem Jahr 1994 beschwert sich Osama Bin Laden beim König von Saudi-Arabien über den Umgang seines Landes mit ihm. Saudi-Arabien hatte Bin Laden wegen seiner Kritik am Königshaus die Staatbürgerschaft entzogen. Sein Tonfall in dem Schreiben klingt fast schon weinerlich: "Ihr habt mir verboten zu reisen, meine Gelder eingefroren und meinen Ruf in euren Medien ruiniert. Ihr versucht, mich von meinem Land und seinen Einwohnern zu trennen, indem ihr mir die Staatsbürgerschaft weggenommen habt, obwohl ich nichts Schlimmes verbrochen habe." Er fährt fort, dem König zu erklären, was dieser alles falsch mache in seinem Reich.
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  • Ewig lockt das Terrornetzwerk: In einer Ausschreibung versucht al Kaida Muslime mit wissenschaftlichem und technischem Hintergrund anzuwerben. "Hier kannst du einfach, sicher und anonym deinen Namen in die Geschichte eingehen lassen, mit deinem Wissen und Know-How darüber, wie man Feinde des Islams technisch angreift und den Tod produziert", heißt es. Weiterhin steht in der Ausschreibung, wie wichtig es sei, alle Ungläubigen zu vernichten. Nur über Vergütung schweigt sich al Kaida aus.
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Aus dem Fundus bin Ladens: Brief an seine Tante Umm Khalid

Aus dem Fundus bin Ladens: Brief an seine Tante Umm Khalid

  • Unzufriedene Untergebene: Ein Brief der "Jihad and Reform Front" aus dem Jahr 2007 ist an den "ehrenhaften Scheich Osama bin Laden und Dr. Ayman al Zawahiri" gerichtet. Er beginnt mit: "Eure Brüder der Jihad und Reform Front tadeln euch schwer." Offenbar hatten sie schon mehrere Gesuche an die Terror-Paten gestellt, bei Streitigkeiten zwischen al Kaida und dem Islamischen Staat im Irak zu intervenieren. Sehr zu ihrem Ärger sei die al-Kaida-Führungsriege jedoch bislang nicht eingeschritten. "Wir glauben, dass ihr unsere Schreiben nicht schätzt und euch nicht schert, und das wird unser letzter Brief an euch sein. Danach beschweren wir uns nur noch bei Gott."
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  • Bin Laden, der Romantiker: Auch der meist gefürchtetste Terrorist der Welt hatte Sorgen und Sehnsüchte. In einem Brief an eine seiner vier Ehefrauen schreibt Bin Laden: "Meine geliebte Frau, sei gewiss, dass du mein Herz mit Liebe und schönen Erinnerungen füllst. Du erträgst all das Leid, um mich zu unterstützen. Jedes Mal, wenn ich an dich denke, füllen sich meine Augen mit Tränen, weil ich weit weg von dir bin. Du bist mein Augapfel, das wertvollste, was ich habe." Bei seinen Überlebenschancen ist er etwas nüchterner: "Wenn ich sterbe, kannst du gerne wieder heiraten." Unter einer Bedingung allerdings: "Dass du ihm Paradies wieder meine Frau bist."
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  • Bin Laden, der Gehässige: Bevor jetzt zu viel Sympathie aufkommt - andere Menschen adressierte Bin Laden sehr viel weniger liebevoll. Das amerikanische Volk zum Beispiel. "Erstens will ich euch sagen, dass der Krieg gegen uns der längste und teuerste in der Geschichte eures Landes ist." Was beinahe so klingt, als würde ihn das sehr freuen. Und er macht den Amerikanern auch klar, dass der Krieg gegen al Kaida nicht zu gewinnen sei: "Eure Anführer sind pessimistisch und eure Soldaten begehen Selbstmord." Die amerikanischen Politiker hätten sie belogen und würden dies auch weiter tun. "Unser Dschihad gegen euch ist Gottesanbetung und dass ihr uns tötet ist die Bezeugung. Macht doch weiter mit eurem Krieg, wenn ihr wollt."
    #link;http://www.dni.gov/files/documents/ubl/english/Letter%20to%20the%20American%20people.pdf;Hier geht es zum englischsprachigen Original Dokument
  • Ausreden, Ausreden, Ausreden: In einem Bericht zu Operationen im Ausland schreibt ein al-Kaida-Mitarbeiter, wie wichtig es sei, sich Ziele zu setzen. Erstens: Operation planen und noch im selben Jahr ausführen. Zweitens: Strukturen ausbauen. Drittens: eine vertrauenswürdige Gruppe mit dem Projekt betreuen. Ob das alles so geklappt habe? Der Autor druckst ein wenig herum. Nun, schreibt er, das erste Ziel hätten sie bisher nicht erreicht. Sie hätten aber auch wirklich viel Pech gehabt in letzter Zeit, Gott sei einfach nicht auf ihrer Seite gewesen. Die Glaubensbrüder, sie hätten sie zwar extra nach England und Russland geschickt, aber dann seien sie auf Reisen gegangen und nun dauere das alles noch eine Weile.
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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(