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Höchster Wolkenkratzer der Welt: Ist der Weltrekordbau eine Luftnummer?

838 Meter – so hoch soll der Sky-City-Tower in China werden und damit sogar den höchsten Turm der Welt überragen. Doch kurz nach Baubeginn zeigt sich: Der Himmelsstürmer ist offenbar eine Luftnummer.

Von Till Bartels

Changsha boomt und hat hochfliegende Pläne. Die Sieben-Millionen-Metropole in der chinesischen Provinz Hunan zieht einen Wolkenkratzer nach dem anderen hoch. In den letzten zehn Jahren wurden dort 800 Hochhäuser errichtet, wie die Stadtverwaltung auf ihrer Website stolz berichtet. Doch solche Zahlen sind im Reich der Mitte noch lange nicht rekordverdächtig.

Für Aufsehen sorgte vor wenigen Tagen die Meldung, dass eine Investorengruppe den Grundstein für ein Gebäude gelegt hat, das nicht nur in China alles überragen soll: Der Turm Tiankong Chengshi, was auf Deutsch "Himmelsstadt" bedeutet, soll sogar zehn Meter höher als der Burj Khalifa in Dubai werden, das mit 818 Metern zurzeit höchste Gebäude der Welt

Bauzeit im Rekordtempo

Die Zahlen, die die Bauherren vorlegten, sind eindrucksvoll: 202 Stockwerke soll das Wunderbauwerk haben und eine Geschossfläche von mehr als eine Million Quadratmetern - genug Platz für Büros und Appartements für 30.000 Menschen und ein Hotel für 1000 Gäste.

Nicht nur die äußeren Maße wären ein Superlativ, auch die Geschwindigkeit, mit der der Turmbau zu Changsha fertiggestellt werden soll: In nur zehn Monaten soll der gigantische Neubau in einer Rekordbauzeit vollendet sein. So ambitioniert das Ziel auch klingt, realisierbar wäre es wohl durchaus. Denn hinter dem Projekt steht die Baufirma Broad Group, die bereits 2010 ein 15-stöckiges Hotel mit vorgefertigen Bauteilen in nur sechs Tagen hochgezogen hat.

Alles nur ein PR-Gag?

Doch der geplante Eröffnungstermin im Mai 2014 dürfte auf der Kippe stehen. Journalisten der Nachrichtenagentur Xinhua haben bei der Stadtverwaltung nachgefragt und herausgefunden: Es existiert gar keine Genehmigung. Dem widerspricht zwar eine Pressesprecherin der Broad Group in der "South China Morning Post". Doch die Zeitung "Shaoxiang Morning Post" meldet zudem, dass von den Privatinvestoren weder die erforderliche Machbarkeitsstudie noch ein Umweltgutachten eingereicht wurden.

In chinesischen Medienberichten wird auch schon gewitzelt, jemand habe bei diesem Großprojekt vergessen, den Bauantrag einzureichen. Damit scheint die Grundsteinlegung am Samstag eher ein PR-Gag zu sein - und Dubai dürfte mit dem Burj Khalifa auch im nächsten Jahr weiterhin alles überragen.

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.