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In Afghanistan gefährdet: Kriegshelfer dürfen nach Deutschland ausreisen

Angst vor Rache der Taliban: Die ersten 150 afghanischen Helfer der Bundeswehr haben nun die Möglichkeit, nach Deutschland zu kommen - mit unbegrenzter Aufenthaltsgenehmigung.

Die Bundeswehr hat Kundus im Oktober verlassen. Die Anwohner fürchten nun wieder vermehrt Unruhen und Anschläge in der Region.

Die Bundeswehr hat Kundus im Oktober verlassen. Die Anwohner fürchten nun wieder vermehrt Unruhen und Anschläge in der Region.

Die ersten 150 gefährdeten Hilfskräfte der Bundeswehr in Afghanistan dürfen laut einem Zeitungsbericht nach Deutschland ausreisen. Wie die "Stuttgarter Zeitung" berichtet, sagte der Leiter der deutschen Truppenverlegung, Brigadegeneral Michael Vetter, am Montag in Masar-i-Scharif, es sei aber noch offen, ob die Betroffenen tatsächlich ausreisen wollten oder lieber eine finanzielle Abfindung in Anspruch nehmen wollten. Seinen Angaben nach handelt es sich meist um Wachposten und Dolmetscher.

Sollten die Afghanen ausreisen, erhalten sie eine unbegrenzte Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland. Laut den Angaben Vetters liegen derzeit bei 236 der rund tausend einheimischen Mitarbeitern Gefährdungsanzeigen vor. Jeder Einzelfall werde geprüft, versicherte der Bundeswehrgeneral. Es hatte zuletzt Vorwürfe gegeben, die Bundeswehr lasse ihre einheimischen Hilfskräfte im Stich. Diese fürchten nach dem Abzug der Bundeswehr Ende 2014 Racheakte der Taliban oder anderer Rebellen.

awö/AFP / AFP
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