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Greenpeace-Studie: Jugendliche blenden bei Kleidung Probleme aus

Einsatz von Chemikalien, Ausbeutung von Näherinnen, mangelhafte Sicherheit in Fabriken: All diese Probleme blenden Jugendliche beim Kauf von Textilien oft aus.

Fabrikarbeiterinnen in Bangladesch, die für europäische Bekleidungsfirmen nähen

Fabrikarbeiterinnen in Bangladesch, die für europäische Bekleidungsfirmen nähen

Jugendliche blenden nach einer Greenpeace-Studie beim Kauf von Kleidung negative Faktoren wie die Ausbeutung von Textilarbeitern oder einen hohen Chemikalieneinsatz aus. Zwar seien diese Probleme fast allen Jugendlichen bewusst, aber nur für gut zehn Prozent von ihnen seien Herstellungsbedingungen oder Textilsiegel ein Kauffaktor, ergab die von der Umweltschutzorganisation veröffentlichte repräsentative Untersuchung in der Altersgruppe der zwölf- bis 19-Jährigen.

Ein nachhaltiges Kaufverhalten wird laut Greenpeace auch durch "Vorurteile" gebremst. So meine etwa ein Drittel der Befragten, sich grüne Mode nicht leisten zu können. Secondhand-Kleidung lehnten fast siebzig Prozent ab, da sie "nicht sauber" sei. Kristen Brodde, Greenpeace-Textilexpertin, erklärte, unter den Jugendlichen seien "kreative Lösungen wie Kleidung teilen, tauschen oder aufmöbeln" noch nicht populär genug.

ono/AFP / AFP
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