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Kachelmann gewinnt erneut gegen "Emma": Alice Schwarzer muss Vergewaltigungs-Andeutungen unterlassen

In ihrer feministischen Zeitschrift "Emma" hat Alice Schwarzer auch nach Jörg Kachelmanns Freispruch unterstellt, er sei ein Vergewaltiger. Das hat das Oberlandesgericht Köln nun endgültig verboten.

Auch nach Jörg Kachelmanns (links) Freispruch hatte Alice Schwarzer unterstellt, er sei ein Vergewaltiger

Auch nach Jörg Kachelmanns (links) Freispruch hatte Alice Schwarzer unterstellt, er sei ein Vergewaltiger

Alice Schwarzer darf auch in Glossen nicht mehr den Eindruck erwecken, dass Jörg Kachelmann ein Vergewaltiger ist. Dieses Urteil des Oberlandesgerichts Köln sei am 27. Mai ergangen, sagte ein Gerichtssprecher am Montag und bestätigte damit einen "Spiegel"-Bericht.

Schwarzer hatte in ihrer feministischen Zeitschrift "Emma" in einer Glosse den Satz veröffentlicht: "Da fragt man am besten [...] Claudia D. oder irgendeine von den 86.800 geschätzten vergewaltigten Frauen im Jahr, deren Vergewaltiger nie angezeigt, nie angeklagt oder nie verurteilt wurden." Kachelmanns Ex-Freundin hatte ihn der Vergewaltigung beschuldigt.

Kachelmann gewann viele Male gegen Schwarzer

Mit "Claudia D." hatte die Presse in der Berichterstattung während des Prozesses auf die Klägerin Bezug genommen. Schwarzers Anwalt hatte laut "Spiegel" argumentiert, "Claudia D." sei ein Allerweltsname und nicht zwingend Kachelmanns Ex-Freundin.

2011 war der Wetterexperte und Moderator vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen worden. Seitdem hat Kachelmann nach Schätzungen seines Medienanwalts Ralf Höcker etwa ein Dutzend Mal gegen Schwarzer und "Emma" gewonnen. In diesem jüngsten Fall bestätigte das OLG Köln ein Urteil aus erster Instanz und ließ keine Revision zu.

jen/DPA / DPA