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Kalifornien: Hitzewelle heizt Feuer weiter an

Keine Verschnaufpause für die Feuerwehrleute in Kalifornien: Das Flammeninferno an der Westküste der USA geht weiter, Tausende Helfer sind im Dauereinsatz. In den kommenden Tagen wird eine weitere Hitzewelle erwartet.

In Kalifornien haben sich die Feuerwehren auf eine weitere Hitzewelle vorbereitet, die in den kommenden Tagen erwartet wird und die Waldbrandgefahr hoch hält. Nach sechstägigem unermüdlichem Kampf erreichten Tausende Einsatzkräfte bei etwas kühlerem Wetter erste Erfolge gegen die beiden Großfeuer, die an der Küste bei Santa Barbara zwei Gemeinden bedrohen. Die Brände seien zu fast 30 Prozent eingedämmt, sagte die Sprecherin der Nationalen Waldbehörde. Der Feuerwehr gelang es zudem, die Gemeinde Big Sur, die auch ein beliebtes Touristenziel ist, weiter gegen den Großbrand in der nächsten Umgebung zu verteidigen.

Die vorhergesagte Hitzeperiode setzte jedoch bereits ein, trieb die Temperaturen wieder nach oben und senkte die Luftfeuchtigkeit erneut auf gefährliche Tiefstände. Die Gefahr für die Feuerwehrkräfte steige, warnte die Sprecherin. "Canyons und Pässe leiten die Winde nach Santa Barbara hinunter und damit kann es passieren, dass die Winde auch das Feuer in diese Richtung tragen."

Die Bewohner von mehr als 2600 Häusern in der Region durften immer noch nicht zurückkehren. Familien in weiteren 850 Gebäuden wurden angehalten, sich für eine eventuelle Evakuierung bereit zu halten.

Seit dem 21. Juni wüten im Zentrum und Norden des Bundesstaates 1700 Brände. Die meisten davon wurden von Blitzen ausgelöst und sind inzwischen gelöscht. 330 Feuer brennen aber noch. Auch der Brand bei Big Sur wird nach Schätzung von Experten noch mindestens bis Ende des Monates anhalten.

Reuters / Reuters