Kiel Blutige Schlägerei mit "Hells Angels"


Messerstecherei statt Zeugenaussage: Bei einem Prozess in Kiel haben sich Mitglieder der "Hells Angels" eine Schlägerei mit einer rivalisierenden Gruppe geliefert. Dabei wurden zwei Menschen verletzt. Die Verhandlung vor dem Amtsgericht musste vertagt werden.

Mitglieder der Rockergruppe "Hells Angels" haben sich am Freitagmorgen vor dem Gebäude des Kieler Amtsgerichts eine blutige Schlägerei mit einer verfeindeten Gruppe geliefert. Dabei wurden zwei Männer durch Messerstiche schwer verletzt, sagte ein Polizeisprecher. Ein Mitglied der "Angels" sollte an dem Tag gegen einen mutmaßlichen Schläger der rivalisierenden Gruppe aussagen.

Zwischen Mitgliedern der beiden Gruppen war es in der Vergangenheit schon häufiger zu blutigen Auseinandersetzungen gekommen - unter anderem im März 2007 in der Kieler Diskothek "Mausefalle". Ein "Hells Angel" war damals niedergestochen und lebensgefährlich verletzt worden. Genau er war am Freitag im Prozess gegen den mutmaßlichen Täter als Zeuge der Staatsanwaltschaft geladen.

Als Täter und Opfer samt ihren Freunden kurz vor Prozessbeginn vor dem Amtsgericht aufeinandertrafen, kam es erneut zu Streit. Dabei wurde der "Hells Angel" wieder niedergestochen. Er kam ebenso wie ein zweiter Schwerverletzter auf die Intensivstation eines Krankenhauses.

An der Massenschlägerei waren nach Angaben der Staatsanwaltschaft insgesamt rund 30 Menschen beider Lager beteiligt, von denen mehrere leicht verletzt wurden. Rund 20 Personen seien festgenommen worden. Die Kieler Polizei war mit 40 Beamten vor dem Gericht, unterstützt wurden sie von der Bereitschaftspolizei Eutin und dem Sondereinsatzkommando SEK. Die Gerichtsverhandlung wurde ausgesetzt.

DPA DPA

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