Kriminalität
Streit in Solingen: Zwei Männer lebensgefährlich verletzt

Einer der Angegriffenen wollte den Erkenntnissen zufolge den Streit schlichten. Foto: Gianni Gattus/dpa
Einer der Angegriffenen wollte den Erkenntnissen zufolge den Streit schlichten. Foto
© Gianni Gattus/dpa
Die beiden Opfer wurden mit einem Messer attackiert und ringen um ihr Leben. Zwei zufällig anwesende Polizisten konnten den Tatverdächtigen noch am Tatort überwältigen.

Bei einem Streit auf offener Straße in Solingen (NRW) sind zwei 48 und 52 Jahre alte Männer durch Messerstiche lebensgefährlich verletzt worden. Sie kamen in ein Krankenhaus und wurden notoperiert, wie ein Polizeisprecher berichtete. Tatverdächtig ist ein 46-Jähriger. Der Türke wurde noch vor Ort von Polizeibeamten überwältigt, die wegen eines Verkehrsunfalls zufällig am Tatort waren. Bei der Festnahme kamen auch Taser zum Einsatz. Für die Ermittlungen wurde eine Mordkommission gebildet.

Tatverdächtiger soll mit Messer auf Beamte zugegangen sein

Nach Angaben des Polizeisprechers war eine Streifenwagenbesatzung gerade bei einer Unfallaufnahme, als sie durch lautes Geschrei auf die Tat aufmerksam wurde. "Der Täter ist dann mit gezogenem Messer auch auf die Kollegen zugegangen", sagte der Sprecher. Zunächst hätten sie überlegt, von der Schusswaffe Gebrauch zu machen, dann aber den Taser zweimal eingesetzt. "Der Täter konnte überwältigt und letztendlich festgenommen werden."

Den bisherigen Ermittlungen zufolge hatten sich der 46-Jährige und der 48-Jährige gestritten. Worüber wird noch ermittelt. "Im Verlauf der Streitigkeiten hat der Täter ein Messer gezogen und hat damit seinen Kontrahenten lebensgefährlich verletzt", so der Sprecher. Der 52-Jährige habe dann schlichtend eingreifen wollen. Er sei ebenfalls lebensgefährlich verletzt worden. "Das konnten die Kollegen auch nicht mehr verhindern."

Polizei: Tasereinsatz verhinderte Schlimmeres

Der Tasereinsatz habe wahrscheinlich Schlimmeres verhindert, sagte der Sprecher weiter. "Sonst wäre es vielleicht noch zu weiteren Messerattacken gegen die Opfer gekommen" - oder gegen Zeugen.

dpa

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